Verkaufen und so Spekulationsverluste realisieren: Das empfiehlt die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) Aktionären von insolventen Penny-Stock-Firmen am Neuen Markt, wenn sie die Aktien innerhalb des letzten Jahres gekauft haben. In diesem Fall können Aktionäre die Verluste steuerlich geltend machen und gegen Spekulationsgewinne aus diesem oder aus kommenden Jahren verrechnen.

Penny Stocks sind Aktien, die zu Penny- oder ­ in Deutschland ­ zu Euro-Cent-Beträgen an der Börse gehandelt werden. Nach den verschärften Regeln am Neuen Markt droht Firmen, die dauerhaft unter 1 Euro notieren, unter bestimmten Bedingungen der Ausschluss. Anleger wissen nicht, ob der Umstieg in ein anderes Börsensegment gelingt. Wird kein neues Listing aufgenommen, ist auch kein Verkauf über die Börse mehr möglich ­ und es kann kein Spekulationsverlust erzielt werden.

Penny Stocks, die Anleger schon vor über einem Jahr gekauft haben, können sie getrost behalten, da sie keine steuerliche Bedeutung mehr haben und ein Verkauf in der Regel kaum noch lohnt.

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