Pendlerpauschale Meldung

Ab sofort können Pendler sich den alten Freibetrag auf der Steuerkarte eintragen lassen.

Urteil: Wie es mit der Pendlerpauschale weitergeht, ist ungewiss. Zwar hält der Bundesfinanzhof die seit Anfang 2007 geltende drastische Kürzung für verfassungswidrig (Az. VI B 42/07), doch ob die Regelung tatsächlich kippt, muss nun das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Und das kann noch dauern: Mit einem Urteil wird erst 2008, eventuell sogar erst im Jahr 2009 gerechnet.

Reaktion: Dennoch haben die Finanzministerien von Bund und Ländern auf das Urteil des Bundesfinanzhofs reagiert. Die Finanzämter tragen für Fahrten zur Arbeit jetzt wieder Freibeträge vom ersten Kilometer an auf der Lohnsteuerkarte ein, wenn alle sonstigen Voraussetzungen gegeben sind. Am einfachsten ist es, mit der Lohnsteuerkarte zum zuständigen Finanzamt zu gehen und den Eintrag gleich dort vornehmen zu lassen, erklärt der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine. Es funktioniert aber auch auf dem Postweg, dauert dann nur etwas länger.

Eilt: Für die Lohnsteuerkarte 2007 wird es höchste Zeit: Eine Eintragung ist noch bis 30. November möglich. Für die Lohnsteuerkarte 2008 ist ein Jahr länger Zeit.

Rückzahlung: Ob sich der Eintrag auszahlt, ist fraglich. Der Steuerbescheid bleibt bis zum Urteil des Verfassungsgerichts offen. Sollte das Gericht die Kürzung der Pauschale für unrechtmäßig halten, können Pendler sich zu viel gezahlte Steuern zurückholen. Entscheiden die Richter anders, käme auf diejenigen, die sich einen Freibetrag eintragen lassen, eine Steuerrückzahlung zu.

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