Pendlerpauschale Meldung

Noch nicht am Ziel: Für Pendler geht es um über 1 300 Euro Werbungskosten.

Solange das Bundesverfassungsgericht noch nicht über die Zukunft der gekürzten Pendlerpauschale entschieden hat, werden die Finanzämter die Steuerbescheide für 2007 in diesem Punkt offenhalten. Das hat das Bundesfinanzministerium nun klargestellt.

Die Bescheide sollen im kommenden Jahr nur vorläufig ergehen, um unnötige Bürokratie zu vermeiden. So will man eine Flut von mehreren Millionen Einsprüchen vermeiden.

Die Finanzverwaltung hat dies festgelegt, nachdem der Bundesfinanzhof Zweifel an der Rechtmäßigkeit der derzeitigen Regelung zur Pendlerpauschale geäußert hatte (Az. VI B 42/07): Seit Jahresbeginn können Arbeitnehmer Ausgaben für die ersten 20 Kilometer ihres Wegs zur Arbeitsstelle nicht mehr als Werbungskosten absetzen. Erst ab dem 21. Entfernungskilometer erkennt das Finanzamt 30 Cent je Kilometer an. Die Finanzgerichte in Niedersachsen und im Saarland haben diese Regelung für verfassungswidrig erklärt und das Bundesverfassungsgericht angerufen (Az. 2 BvL 1/07, 2 BvL 2/07).

Tipp: Sie können sich noch für 2007 Freibeträge für den kompletten Arbeitsweg auf Ihrer Steuerkarte eintragen lassen. Dafür müssen Sie einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung beim Finanzamt stellen. Die Finanzämter werden diesen Antrag anerkennen. Sollten jedoch die Verfassungsrichter an der gekürzten Pauschale festhalten, werden Sie Steuern nachzahlen müssen.

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