Pedelec-Fahrer Wer beim Unfall haftet

Nach einer Kollision zwischen einer Pedelec-Fahrerin und einem Radfahrer stritten beide um Schaden­ersatz und Schmerzens­geld. Der Radfahrer erklärte, das Pedelec habe einen Motor und sei folg­lich ein Kraft­fahr­zeug. Daher hafte die Pedelec-Fahrerin aufgrund der Betriebs­gefahr mit für den Schaden. Die Betriebs­gefahr wirkt sich auf die Haftungs­frage aus: Sie kann dazu führen, dass zumindest eine anteilige Haftung möglich ist – auch wenn dem Halter oder Fahrer eines Kfz kein Verschulden nachgewiesen werden kann. Dahinter steht die Annahme, dass allein die Nutzung eines Kraft­fahr­zeugs eine besondere Gefahr für andere darstellt. Für diese Gefahr muss der Halter oder Fahrer einstehen. Für Pedelecs gilt die Haftung aus der Betriebs­gefahr aber nicht, urteilte das Land­gericht Detmold. Pedelecs sind Fahr­räder, bei denen ein Elektromotor den Fahrer während des Tretens bis zu einer Geschwindig­keit von 25 km/h unterstützt. Trotz des Motors sind sie keine Kraft­fahr­zeuge und Fahr­rädern straßenverkehrs­recht­lich gleich­gestellt (Az. 10 S 43/15).

Mehr zum Thema

  • E-Bikes im Test Vier von zwölf Tiefein­steiger-Pedelecs sind gut

    - Sicherer Fahr­spaß – damit holen vier von zwölf Komfort-E-Bikes im Test 2020 gute Noten. Bei anderen machen Rahmenrisse, Schad­stoffe oder die Brandsicherheit Probleme.

  • Fahr­rad Acht­jährige haftet für Unfall mit Fußgängerin

    - Auch Kinder, die als Fahr­radfahrer am Straßenverkehr teilnehmen, können haft­bar gemacht werden, wenn sie dabei andere schädigen. So erging es einem acht­jährigen...

  • Fahr­radtouren Strom­tank­stellen für E-Bikes

    - Kostenlose Apps wie E-Station, Bike-Energy oder die des Radhänd­lers Fahrrad.de zeigen Lade­stationen und Gast­stätten, die einen Lade­service bieten. An den...

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.