Pauschalreisen Meldung

Im Herbst erscheinen die Kataloge der Reiseanbieter für die Saison 2001. Doch neben den Frühbucherangeboten lockt ein ständig wachsender Markt für Last-Minute-Angebote.

Sommer, Sonne, Strand und Meer. Rund ein Drittel der Deutschen sichert sich seinen Platz an der Sonne mehr als vier Monate vor Reisebeginn. Meist schon, wenn im Herbst die neuen Kataloge in den Reisebüros liegen. Der eine will den Frühbucherrabatt, der andere möchte sich das Hotel sichern, in dem es letztes Jahr so schön war.

Die Computeranalyse der Stiftung Warentest hilft Reiselustigen nicht nur, die günstigsten Angebote für das bevorzugte Feriengebiet in der Wintersaison 2000/2001 ab 1. November zu finden. Auch für die Sommersaison 2001 sucht der Computer schon nach Schnäppchen.

Immer mehr Last Minute

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Doch viele verreisen ganz kurz entschlossen. Sechs bis vier Wochen vor Reisebeginn steige noch einmal stark die Nachfrage, berichtet Julia zur Weihen von der Pressestelle des Marktriesen Tui. Ob und wann die Deutschen in den Süden flüchten, hängt von einigen Faktoren ab. Die Veranstalter können deshalb immer weniger vorausplanen. Das Wetter in Deutschland, die Sorge um den Arbeitsplatz und sogar die Fußballergebnisse bestimmen die Reiselust. Als die Nationalelf im Juni aus der Europameisterschaft ausschied, schien selbst das die Zahl der Buchungen zu steigern.

In diesem Jahr waren die Planer der Reiseveranstalter viel zu optimistisch. Statt Zuwächsen musste die erfolgsgewöhnte Branche empfindliche Rückgänge der Buchungen einstecken. Dadurch wurde 2000 zum Schnäppchen-Jahr. Durch die Überkapazitäten sanken die Preise häufig schon sechs bis acht Wochen vor dem Abflug.

Was zwei Wochen vor Abflug noch nicht an den Urlauber gebracht ist, wird als Last-Minute-Angebot verkauft. Last-Minute-Spezialist L'tur allein will in diesem Jahr mehr als 600.000 solcher Reisen verkaufen.

Visum und Impfung

Für einige exotischere Ziele wie in Afrika, Südamerika oder Fernost kann die Last-Minute-Frist auch mehr als zwei Wochen betragen. Das entschied der Bundesgerichtshof 1999 (Az. I ZR 149/97).

Dadurch sollen im Last-Minute-Segment auch die Länder gebucht werden können, die ein Einreisevisum verlangen. Auch für Impfungen muss genügend Zeit zur Verfügung stehen. Bis zu vier Wochen muss man für die Überprüfung des Impfschutzes und die vielleicht nötige Impfung einkalkulieren.

Immer mehr im Internet

Ob Früh- oder Spätbucher, viele sparen sich heute den Weg ins Reisebüro. Schließlich sind schon rund 5.000 Reisebüros online. Der Markt im Internet wird von neu gegründeten Unternehmen dominiert, die gleich im Netz gestartet sind.

Dank verbesserter Technik dauert es meistens nur noch ein paar Minuten bis zum gewünschten Ticket. Übers Netz kombinieren die Reiselustigen oft selbst: Sie buchen nur das Hotel oder nur den Flug oder stellen alles individuell zusammen. Pauschalangebote nehmen im Internet ab.

Noch billiger

Wer einfach nur weg will, egal wohin, kann auch die letzte Preissenkung ausreizen ­ im Reiseladen oder im Internet. Die günstigsten Angebote gibt es auf dem Last-Minute-Markt freitags nach 11 Uhr. Dann treffen in den Reisebüros die neuen Angebote ein.

Auf www.super-last-minute.de gibt es täglich ab 20 Uhr die letzten nicht verkauften Plätze zu nochmals reduzierten Preisen. Abflug ist bei diesen Tickets innerhalb der nächsten 48 Stunden.

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