Pauschalreisen Meldung

Verspätet sich der Abflug um 17 Stunden, steht Touristen eine Reisepreisminderung zu, so das Amtsgericht Nürnberg (Az. 24 C 10712/95).

Veranstalter von Pauschalreisen dürfen die Verantwortung für so genannte Fremdleistungen nicht generell auf andere abschieben. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. X ZR 244/02). Ein Tui-Reiseveranstalter hatte bei Buchungen von Pauschalreisen in das Kleingedruckte des Reisevertrags hineingeschrieben, dass er für Probleme bei der Beförderung nicht verantwortlich sei. Im Klartext hieß das: Bei Flugverspätungen möge sich der Pauschaltourist doch bitte an die Fluggesellschaft wenden und nicht an die Tui. Gegen diese Klausel hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband geklagt.

Tipp: Es gilt folgende Faustformel: Wenn ein Reiseunternehmen für verschiedene Leistungen wie Flug, Unterkunft und Urlaubsprogramm Werbung macht und sie bei der Reisebuchung für Sie organisiert, dann können Sie sich bei Mängeln immer an den Reiseveranstalter wenden. Sie müssen sich nicht mit dem einzelnen Dienstleister streiten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 270 Nutzer finden das hilfreich.