Wenn ein Reiseveranstalter eine Geld-zurück-Garantie gibt, muss er auch bei nicht erheblichen Mängeln haften. Das hat das Amtsgericht München entschieden. Im verhandelten Fall ging es um eine Reise nach Kuba. Der Kläger rügte vor Ort mehrere Mängel, vor allem den Ausfall des Hauptpools. Da die Mängel nicht beseitigt werden konnten und nur ein wesentlich teureres Ersatzhotel angeboten wurde, entschloss sich der Kläger zur vorzeitigen Rückreise gemäß "Ferienqualitäts-Zusicherung".

Diese Garantie, die mittlerweile viele Reiseveranstalter bieten, besagt: Der Kunde kann bei Mängeln, die nicht innerhalb von 24 Stunden zu beheben sind, von der Reise zurücktreten. Das heißt, er fliegt mit der nächstmöglichen Maschine nach Hause und bekommt den vollen Reisepreis erstattet.

Der Veranstalter wollte dem Kläger aber nur einen Teilbetrag zurückzahlen. Das Gericht verurteilte ihn, den gesamten Reisepreis zu erstatten ­ und zwar unter Berufung auf die Qualitätsgarantie (Az. 191 C 3759/01).

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