Wer öfter eine Pauschalreise bucht, kennt das Ärgernis: Die Veranstalter ändern regel­mäßig die Flug­zeit. Urlauber müssen das nicht hinnehmen. Mit einer nach eigener Aussage „bahn­brechenden“ Entscheidung hat das Ober­landes­gericht Celle den Reise­ver­anstalter Tui verurteilt, künftig keine Klauseln mehr zu verwenden, die eine nach­trägliche Änderung der Flug­zeiten ermöglichen. Auch die Formulierung „Informationen über Flug­zeiten durch Reisebüros sind unver­bindlich“ untersagten die Richter.

Damit war die Klage des Verbraucherzentrale Bundes­verbands (vzbv) auch in zweiter Instanz erfolg­reich. Das Gericht betonte, dass Veranstalter mit Flug­zeiten werben und damit die Entscheidung des Reisenden beein­flussen. Bei den bisher verwendeten Klauseln bestehe die Gefahr, dass Veranstalter güns­tige Abflug­zeiten nach­träglich änderten, um mit den frei werdenden Zeiten neue Kunden zu werben. Tui hat Revision beim Bundes­gerichts­hof angekündigt. Bis der Rechts­streit beendet ist, bleibt es bei der bisherigen Regelung.

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