Pauschalreise Meldung

Neue Urteile des Bundes­gerichts­hofes stärken die Rechte von Pauschalr­eisenden.

Reisende, die jetzt schon ihren Sommer­urlaub buchen, leisten normaler­weise eine Anzahlung. Über die zulässige Höhe der Zahlung urteilte jetzt der Bundes­gerichts­hof (BGH): Die Anzahlung für eine Pauschalreise darf nur dann höher als 20 Prozent des Reise­preises sein, wenn die Unternehmen hierfür sachliche Gründe haben und diese in ihren allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB) auch darlegen.

Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundes­verband gegen TUI und die Verbraucherzentrale NRW gegen Urlaubs­tours GmbH und TC Touristic GmbH. Den Klägern ging es vor allem darum, dass Anzah­lungen in Höhe von 25, 30 und mitunter sogar 40 Prozent zu hoch und entsprechende Geschäfts­bedingungen der Reise­ver­anstalter unwirk­sam seien. Dieser Meinung schloss sich der BGH über­wiegend an (Az. X ZR 85/12, X ZR 13/14, X ZR 147/13).

Auch die Frage, wie viele Tage vor Reise­beginn die Rest­zahlung des Reise­preises fällig ist, war strittig. Der BGH bewertet eine Frist bis 30 Tage vor Reise­start als angemessen.

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