Kommt eine Pauschalreise wegen eines Irrtums des Veranstalters nicht zustande, erhalten Urlauber nicht nur ihr Geld zurück, sondern auch Schaden­ersatz für vertane Urlaubs­zeit.

Eine Mutter hatte für ihre 17-jährige Tochter eine Reise in den Sommer­ferien für 476 Euro gebucht. Kurz vor der Abreise meldete sich der Veranstalter: Der Preis sei falsch gewesen, es werde teurer. Es kam zum Prozess. Die Mutter gewann. Sie musste nicht zahlen.

Doch da waren die Ferien schon vorbei. Deshalb bekam die Tochter zusätzlich den halben Reise­preis als Schaden­ersatz. Nur die Hälfte deshalb, weil auch Urlaub zuhause einen Erholungs­wert hat. Den vollen Reise­preis gibt es, wenn eine Reise so katastrophal verläuft, dass sie keinen Erholungs­wert hat (Ober­landes­gericht Frank­furt, Az. 16 U 12/14).

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