Rechte und Pflichten bei Pauschal­reisen

Pauschal oder individuell? Vom Urlauber selbst organisierte Trips können billiger sein als Reisen von der Stange. Pauschal­touristen sind besser vor Unwäg­barkeiten geschützt, etwa vor einer Insolvenz des Veranstalters oder Flug­ausfällen. Und sie haben nur einen Ansprech­partner, der für alles zuständig ist. Hinzu kommt der Komfort: Pauschal­urlauber müssen sich auf der Reise um wenig bis nichts kümmern. Dafür müssen sie auf Flexibilität verzichten.

Gesichert zahlen. Leisten Sie die Anzahlung erst, wenn Ihnen der Anbieter den Sicherungs­schein gegen das Insolvenzrisiko vorgelegt hat, sonst tragen Sie es vorläufig. Die Rest­zahlung wird meist 28 bis 30 Tage vor Reise­beginn verlangt.

Preis­änderung. Inner­halb von vier Monaten nach Vertrags­schluss sind Preis­erhöhungen grund­sätzlich verboten. Die Veranstalter können sich im Klein­gedruckten Ausnahmen einräumen für den Fall, dass die Beför­derungs­kosten oder bestimmte Leistungen wie Flughafen­gebühren teurer geworden sind oder dass sich Wechsel­kurse geändert haben. Sie dürften das nicht später als 21 Tage vor Reiseantritt mitteilen. Erhöht sich der Reise­preis um mehr als 5 Prozent, kann der Kunde kostenlos zurück­treten.

Rück­tritt. Muss der Kunde eine Reise stornieren, verlangen die Veranstalter Storno­gebühren. Juristische Kommentare beschreiben folgende Pauschalen als angemessen:

  • 20 Prozent bis 30 Tage vor Abreise, 30 Prozent ab 29. bis 22. Tag,
  • 40 Prozent ab 21. bis 15. Tag,
  • 50 Prozent ab 14. bis 7. Tag,
  • 55 Prozent ab 6 Tage vorher,
  • 75 Prozent bei Nichtantritt.

Die geprüften Veranstalter verlangen teil­weise mehr. Ob ihre Forderung recht­mäßig ist, müsste im Einzel­fall ein Gericht entscheiden.

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