Pauschal­reise Test

Oft ist der Preis das wichtigste Kriterium bei der Buchung einer Reise. Um Leistungs­unterschiede im Angebot der sechs größten Reise­ver­anstalter heraus­zufinden, haben wir neben Preis­niveau und Klein­gedrucktem auch Kunden­zufriedenheit und Nach­haltig­keits-Bemühungen der Veranstalter untersucht. Fazit: Unterschiede gibt es vor allem bei der Nach­haltig­keit – und den Preisen: Im Schnitt kosteten die Pauschal­reisen des teuersten Anbieters ein Drittel mehr als die des güns­tigsten.

Kompletten Artikel freischalten

TestPauschal­reisetest 01/2018
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 6 Seiten).

Pauschal­reise: Urlaub als Rundum-sorglos-Paket

Wer eine Pauschal­reise bucht, erwartet einen sicheren und entspannten Urlaub. Gibt es dennoch Probleme, kann sich der Kunde einfach an den Veranstalter wenden. Der ist für das meiste oder sogar alles verantwort­lich: Anfahrt, Unterkunft, Transfer und Verpflegung, vielleicht auch für Ausflüge. Die Veranstalter versprechen Service, Sicherheit und nied­rige Preise.

Das bietet der Test Pauschal­reise­ver­anstalter

Preis­vergleich. Wir haben bei 6 Reise­ver­anstaltern Angebote für 30 typische Pauschal­reisen einge­holt und aus den jeweils fünf güns­tigsten verfügbaren Angeboten einen Durch­schnitts­preis gebildet. Bis zu ein Drittel des Reise­preises können Urlauber mit der Wahl des richtigen Anbieters sparen.

Umfrage Kunden­zufriedenheit. Unsere Grafiken zeigen, für wie gut und günstig die Umfrage­teilnehmer die Angebote der getesteten Veranstalter halten – und ob sie noch einmal beim selben Anbieter eine Reise buchen würden.

Tipps Reiserecht. Wir sagen, welche Regeln für Anzahlung und Storno gelten und unter welchen Voraus­setzungen der Veranstalter den Reise­preis nach­träglich ändern darf.

Heft-Artikel. Wenn Sie den Test frei­schalten, erhalten Sie auch Zugriff auf das PDF zum Artikel aus test 1/2018.

Preis­vergleich für 30 Reisen

Um heraus­zufinden, wie teuer die Anbieter ihre Urlaubspakete schnüren, haben wir 30 Reisewünsche definiert und bei jedem Veranstalter die jeweils fünf billigsten Angebote erfasst. Damit können wir zwar keine Aussage über das gesamte Preisspektrum der Unternehmen machen, die Einstiegs­preise zeigen aber, in welchem Preis­niveau sich ihre Angebote bewegen. Das Ergebnis zeigt deutliche Unterschiede. Im Schnitt kosteten die Pauschal­reisen des teuersten Anbieters ein Drittel mehr als die des güns­tigsten.

Gleiches Hotel, 542 Euro Unterschied

Wir haben versucht, vergleich­bare Reisen auszuwählen. Hundert­prozentig gelingt das selten, weil die Veranstalter nicht immer dasselbe Hotel, dieselbe Air­line und dieselben Flug­zeiten anbieten. Weit­gehend ähnlich sind die Reisen der Stich­probe dennoch. Ein Beispiel: Zehn Tage nach Punta Cana in der Dominika­nischen Republik für zwei Erwachsene, Abflug im September 2017, Vier-Sterne-Hotel, all-inclusive – das fanden wir beim teuersten Anbieter für 2 888 Euro. Der güns­tigste Veranstalter verlangte 2 346 Euro. Das macht 542 Euro Unterschied für das identische Hotel „Be Live Collection Punta Cana“ und identische Leistungen, aber bei unterschiedlicher Anreise: Der teurere Veran­stalter flog seine Kunden direkt ans Ziel, der billigste mit einen Zwischenstopp.

Nach­holbedarf bei Nach­haltig­keit

Touristik­unternehmen seien wie kaum eine andere Branche auf die Natur- und Kulturschätze der Urlaubs­länder angewiesen, schreibt Thomas Cook, zu dem Neckermann Reisen gehört, auf seiner Website. „Daher wird Nach­haltig­keit groß geschrieben.“ Der Test verrät, ob wir bei Neckermann tatsächlich Hinweise auf ein nennens­wertes Engagement für Umwelt­schutz und Soziales gefunden haben. Bei immerhin drei Veranstaltern im Test sind diesbezüglich – unterschiedlich starke – Bemühungen zu erkennen. Die anderen drei zeigen wenig bis kein sicht­bares Engagement.

AGB: Wenige unzu­lässige Klauseln

In den allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB) der Veran­stalter fanden wir mit einer Ausnahme wenige Mängel. Viele Anbieter nutzen aber erlaubte Klauseln, die wenig verbraucherfreundlich sind. Etwa bei Anzah­lungen. Als angemessen galten lange Zeit 20 Prozent des Reise­preises. Inzwischen hat der Bundes­gerichts­hof die Grenze in mehreren Entscheidungen durch Ausnahmen aufgeweicht. Kann ein Veranstalter etwa nach­weisen, dass er die Flug­linie vorab bezahlt, darf er bis zu 40 Prozent Anzahlung verlangen.

Reiz­thema Storno­kosten

Ein häufiger Streit­punkt sind Stornokosten. Muss ein Kunde die Reise absagen, verlangen Veranstalter je nach Abstand zwischen Rück­tritt und Reise­beginn gestaffelte Stornopauschalen. Wie hoch sie sein dürfen, ist nicht gesetzlich geregelt. Juristische Kommentare leiten aus Gerichts­urteilen Empfehlungen ab. Die Stornokosten der Veranstalter liegen meist darüber. Bei kurz­fristigen Absagen betragen sie bis zu 90 Prozent. Das finden wir verbraucherunfreundlich. Schlichtungs­verfahren sind heute in vielen Branchen üblich, bei Pauschal­reisen nicht. Alle geprüften Anbieter erklären, dass sie sich nicht an einer Schlichtung beteiligen. Alltours und Schauinsland verschweigen das vorschrifts­widrig in den Geschäfts­bedingungen.

Die meisten sind zufrieden

Doch wie steht es um die Zufriedenheit der Kunden mit den Reise­ver­anstaltern? Im September hat ein Markt­forschungs­institut für uns eine Umfrage durch­geführt. Je Anbieter bezog es zirka 400 Kunden ein, die in den vergangenen zwölf Monaten eine Pauschal­reise gebucht hatten. Unser Testbe­richt verrät, wie zufrieden die Kunden mit den Reise­ver­anstaltern sind, und ob es zwischen den sechs Marken größere Unterschiede gibt.

Jetzt freischalten

TestPauschal­reisetest 01/2018
0,75 €
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 6 Seiten).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7,00 € pro Monat oder 50,00 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 6 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 25 Nutzer finden das hilfreich.