Pauschalreise Special

Pauschalr­eisende kennen das zu Genüge: Der Flug verspätet sich oder er wird kurz vor Reise­beginn um Stunden verlegt. Dagegen tun können sie im konkreten Fall nichts. Doch sie können eine Geld­erstattung fordern – entweder von der Fluggesell­schaft oder vom Reise­ver­anstalter. Finanztest erklärt im Special, wann und wie das möglich ist.

Mahl­zeiten und Hotel gratis

Eines ist sicher: Wenn Urlauber wegen einer Flug­verspätung stunden­lang auf dem Flughafen fest­sitzen, dann müssen sie kostenlos mit Mahl­zeiten und Getränken versorgt werden. Auch zwei kostenlose Telefonate stehen ihnen zu. Das gilt bei Verspätungen ab zwei Stunden, bei längeren Stre­cken ab bis zu vier Stunden. Diese Versorgungs­leistungen muss die Flug­linie erbringen, auch wenn sich er Flug wegen höherer Gewalt verspätet. Zusätzlich ist eine Entschädigung möglich. Pauschalr­eisende können sich entweder an den Veranstalter wenden oder direkt an die Fluggesell­schaft.

600 Euro von der Flug­linie

Für Reisende ist es meist lukrativer, sich an die Fluggesell­schaft zu wenden. Je nach Flug­strecke sind 250 Euro oder sogar 600 Euro drin. Voraus­setzung sind drei Stunden Verspätung. Und es muss eine Fluglinie aus einem EU-Mitglied­staat sein beziehungs­weise der Start muss in der EU statt­finden. Neben dieser Forderung können Pauschal­urlauber eine weitere stellen: Sie können eine Preis­minderung vom Veranstalter fordern. Das geht auch in Fällen von höherer Gewalt. Allerdings springen dann meist nur kleine Beträge dabei heraus.

Sogar doppelte Entschädigung möglich

Wer clever ist, fordert beides. Zwar darf der Veranstalter eine Zahlung der Flug­linie anrechnen. Aber das geht nur, wenn die Air­line auch wirk­lich gezahlt hat. Pauschalr­eisende, die erst das Geld vom Veranstalter fordern und dann Monate später von der Flug­linie Geld bekommen, müssen dies nicht dem Veranstalter melden und behalten dann beide Entschädigungen. Im kosten­pflichtigen Special erklären die Reise­rechts-Experten von Finanztest, wie die Entschädigungs­forderungen erfolg­reich gelingt und welche Fall­stricke und wichtige Gerichts­urteile Pauschalr­eisende kennen sollten.

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