Pauschalreise Meldung

Nennt der Reise­ver­anstalter eine Abflug­zeit, muss er sie auch einhalten.

Veranstalter dürfen Reisen verkaufen, ohne die Abreise­zeit zu nennen. Steht im Vertrag: „Genaue Flug­zeiten noch nicht bekannt“, ist das in Ordnung, findet der Bundes­gerichts­hof (BGH, Az. X ZR 1/14). Es reicht, wenn der Kunde das Datum erfährt. Der Verbraucherzentrale Bundes­verband (vzbv) hatte genauere Angaben verlangt. „Es ging um eine Reise, die ein halbes Jahr im Voraus gebucht wurde“, berichtet vzbv-Juristin Kerstin Hoppe. Sie will die Sache nun klären lassen für Reisen, die früher angetreten werden.

Nicht in Ordnung ist es jedoch, voraus­sicht­liche Flug­zeiten zu nennen, aber mit dem Zusatz: „Die endgültige Fest­legung obliegt dem Veranstalter.“ Solche Klauseln sind unwirk­sam. Kunden, die gerade wegen der angenehmen Flug­zeiten eine teurere Reise gebucht haben, dürfen sich darauf verlassen. Der Veranstalter darf sie nur ändern, wenn er triftige Gründe hat und die neuen Zeiten zumut­bar sind (BGH, Az. X ZR 24/13).

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