Patientenverfügung Meldung

Verfügungen, in denen Patienten bei irreversibler Bewusstlosigkeit lebenserhaltende Maßnahmen ablehnen, sind zu respektieren – aber es muss die Zustimmung eines Gerichts eingeholt werden, um sie umzusetzen. Erst auf diesem Weg können Angehörige eine künstliche Lebensverlängerung wirksam ablehnen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) jetzt erstmals entschieden. Der Sohn eines 72 Jahre alten Mannes hatte das Ende der künstlichen Ernährung seines im Koma liegenden Vaters verlangt. Dieser hatte vor mehreren Jahren in einer Patientenverfügung eine Behandlung abgelehnt, die wegen irreversibler Bewusstlosigkeit nur zu einer „Verlängerung des Sterbens führen“ würde (Az. XII ZB 2/03).

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