Was Patienten sehen dürfen

Ärzte und Krankenkassen müssen ihren Patienten alle Leistungen offenlegen. Diese Möglich­keiten haben sie.

Patientenquittung

Nach Paragraf 305 des Sozialgesetz­buches V hat jeder Krankenkassen­versicherte Anspruch, „schriftlich in verständlicher Form ... über die zu Lasten der Krankenkassen erbrachten Leistungen und deren vorläufige Kosten (Patientenquittung)“ unter­richtet zu werden. Für uns enthält eine gute Quittung die Abrechnungs­ziffern, die Leistungen sowie die voraus­sicht­lichen Kosten. Ärzte stellen auf Wunsch des Patienten Tages­quittungen direkt nach dem Praxis­besuch aus oder Quartals­quittungen fürs zurück­liegende Viertel­jahr. Sie können für Letztere 1 Euro plus Porto berechnen. Auch Krankenhäuser erstellen bei stationärer oder ambulanter Behand­lung Patientenquittungen.

Versicherten­auskunft

In ihr stellen Krankenkassen ihren Versicherten die Leistungen aller Ärzte samt Kosten über mindestens 18 Monate zusammen. Bei vielen Kassen kann sie online bestellt werden.

Patienten­akte

Pflicht­bestand­teile der Akte sind die Kranken­geschichte sowie die Notizen des Arztes, elektronische wie auch hand­schriftliche. Dazu kommen Unter­suchungs­ergeb­nisse, Dokumentationen der Eingriffe, Einverständnis­erklärungen des Patienten und Arzt­briefe. Medizi­nische Fach­begriffe sind in den Unterlagen üblich.

Tipp: Mit unserem Musterbrief von test.de (RTF-Text­datei, aus test 8/2015) können Sie ganz einfach Ihre Patienten­akte beim Arzt oder Kranken­haus anfordern.

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