Im Unterschied zu anderen europäischen Ländern gibt es in Deutschland bislang kein Patientenschutzgesetz. Einzelne Regelungen über Rechte finden sich in unterschiedlichen Gesetzbüchern. Das hat den Nachteil, dass sie weithin unbekannt sind und Ärzte nach wie vor als „Halbgötter in Weiß“ angesehen werden, kritisiert die Verbraucherzentrale in Hamburg. Immerhin hat kürzlich eine von der Bundesregierung eingesetzte Arbeitsgruppe eine Charta der Patientenrechte erarbeitet. Sie erleichtert den Patienten, ihre Rechte geltend zu machen: Sie dürfen ihren Arzt frei wählen (Kassenpatienten unter Kassenärzten) und wechseln oder eine Zweitmeinung einholen. Sie haben Anspruch auf Aufklärung – rechtzeitig, in einem Gespräch und verständlich – und auf eine qualifizierte Behandlung. In jede Untersuchung und Therapie müssen sie einwilligen. Ihre Krankenak­ten dürfen sie einsehen. Bei Behandlungs- oder Aufklärungsfehlern steht ihnen Schadenersatz zu. Unterstützung bieten Krankenkassen, Ärztekammern, Patientenberatungsstellen, Selbsthilfegruppen.

Weitere Infos:
Patientenratge­ber der Verbraucherzentralen
VZ Hamburg
Kirchenallee 22
20099 Hamburg
Tel. 0 40/24 83 20
Fax 0 40/24 83 22  90
info@vzhh.de

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