Partnersuche Test

Um die Liebe fürs Leben zu finden, müssen Singles überhaupt erst einmal potenzielle Partner kennen lernen. Neben traditionellen Flirtorten wie Disco, Party und Arbeitsplatz hat sich mittlerweile das Internet als Kontaktmedium etabliert. Singlebörsen und Partnervermittlungen organisieren den Online-Flirt von fünf Millionen Singles. Dafür verlangen manche Anbieter gar nichts - andere dagegen bis zu 50 Euro pro Monat. Stiftung Warentest hat 16 marktbedeutende Singlebörsen und Partnervermittlungen im Internet getestet.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Partnerbörsen

0 bis 30 Euro pro Monat

Ein klarer Vorteil von Singlebörsen und Online-Partnervermittlungen gegenüber klassischen Partnervermittlungen sind die Kosten. Stiftung Warentest hat sich bei sieben klassischen Agenturen beraten lassen. Die Institute verlangten in der Regel zwischen 2 000 und 7 000 Euro. Im Vergleich dazu ist die Online-Suche spottbillig: Bei Finya.de und Single.de bezahlen Singles gar nichts, bei Love@Lycos, der billigsten Singlebörse, knapp fünf Euro und bei der teuersten, Meetic, knapp 30 Euro im Monat. Die beiden Partnervermittlungen Parship und be2 sind zwar mit halbjährlichen Gebühren von 179 und 149 Euro teurer als die meisten Singlebörsen, aber im Vergleich zu den Instituten immer noch sehr preiswert.

Bei zwei Singles hats gefunkt

Singlebörsen, Online-Partnervermittlungen und klassische Institute haben eines gemeinsam: Es gibt keine Erfolgsgarantie. Das zeigt auch die aktuelle Untersuchung: Nur zwei der 19 Testsingles haben einen Partner gefunden. Jeder von ihnen hatte ein halbes Jahr lang kontinuierlich zwei bis vier Singebörsen benutzt. Diese Erfolgsquote ist aber auf keinen Fall eine zuverlässige statistische Größe und geht nicht in die Bewertung ein. Ebenfalls keine relevante Größe ist die von den Betreibern angegebene Anzahl der Mitglieder - zumal diese Angaben häufig sehr fragwürdig sind. So lag etwa die mitgliederstärkste Singlebörse Friendscout 24 mit „Befriedigend“ (3,2) eher hinten. Was die Stiftung bewertet hat, ist die Internetnutzung der Börsen, die Vertragsabwicklung, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Passgenauigkeit der Partnerangebote. Testsieger wurden Match.com und Yahoo! Dating.

45 statt 25 Jahre

Bei der Beurteilung der Passgenauigkeit sind zwei Dinge wichtig. Erstens: Die vom System vorgeschlagenen Partner müssen auch ungefähr das Aussehen, die Eigenschaften oder Hobbys haben, die die Singles erwarten. Es bringt den Suchenden wenig, wenn sie mit einer Vielzahl von Teilnehmern bombardiert werden, ohne dass die Partner den angegebenen Erwartungen entsprechen. Zweitens: Das Gleiche gilt auch für die aktive Suche. Wenn trotz eingestellter Filter Teilnehmer in der Liste auftauchen, die für den Suchenden nicht in Frage kommen, nützt das wenig. Das Problem lag meist nicht in der Menge der Angebote, sondern in ihrer fehlenden Passgenauigkeit. Wenn jemand etwa eine 20 bis 30-jährige Frau aus Berlin sucht, interessiert ihn kaum ein Profil einer 45-jährigen aus München. Auch in der Passgenauigkeit der Angebote konnten Match.com und Yahoo! Dating am meisten überzeugen.

Daten an Dritte

In Sachen Internutzung gabs bei den Singebörsen und Partnervermittlungen am wenigsten auszusetzen. Die Urteile reichten hier von „Gut“ (2,3) bis „Befriedigend“ (2,9). Schwächen fanden die Tester in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Alle Anbieter benutzen Klauseln, die nicht erlaubt sind und die Verbraucher benachteiligen. Beispiel Datenschutz: FriendScout 24, Parship und be2 räumen sich per AGB-Klausel das Recht ein, personenbezogene Daten an Dritte weiterzugeben. Das ist nicht erlaubt. Die AGB von Germanfriend Finder waren so intransparent, dass sie „Mangelhaft“ bewertet werden und es eine Abwertung gab.

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