Part­nerbörsen Meldung

Anbandeln im Netz. Trau, schau, wem.

Im Kodex „Seriöse Part­nersuche im Netz“ verpflichten sich Kontaktbörsen zu Fairness und Trans­parenz. Damit wollen sich seriöse Anbieter von Neppern und Betrügern absetzen. So oder so gilt: Bevor Sie einen Vertrag unter­schreiben, sollten Sie stets sorgfältig die Bedingungen prüfen – damit Sie später kein böses Erwachen erleben.

Die ersten Unterzeichner

Abofallen und undurch­sichtige Vertrags­verlängerungen haben dem Ruf von Online-Part­nerbörsen geschadet. Um seriöse Anbieter besser kennt­lich zu machen, hat der Bundes­verband Digitale Wirt­schaft einen Kodex erstellt. Nun wurden die ersten Firmen zertifiziert, die sich zum „Kodex Seriöse Part­nersuche im Netz (Spin-Kodex)“ verpflichtet haben: Edarling.de, Friends­cout24.de und Neu.de

Alle zwei Jahre wird geprüft

Unterzeichner verpflichten sich, bei der Gestaltung von Vertrags­abschlüssen Fairness­regeln einzuhalten. Außerdem versprechen sie größt­mögliche Trans­parenz bezüglich Echt­heit der Profile, Nutzungs­bedingungen und Daten­sicherheit. Alle zwei Jahre müssen zertifizierte Unternehmen ein Prüfungs­verfahren durch­laufen. Bei Verstößen droht eine Vertrags­strafe von bis zu 50 000 Euro. Weitere Infos: www.spin-kodex.de.

Nepper und Bauernfänger

Dass die Vertrags­bedingungen von Partner­vermitt­lungen nicht immer fair sind, zeigte auch unser Test Partnerbörsen: Wo sich die Suche lohnt (test 3/2011). Nach wie vor lauern auf solchen Portalen viele Nepper und Bauernfänger. So gibt es häufig Versuche, Mitglieder auf obskure und teure Internet­seiten abzu­werben. Eine andere Masche bezeichnen Juristen als Vorschuss­betrug: Gewiefte Betrüger ziehen Leicht­gläubigen das Geld aus der Tasche, denen sie vorgaukeln, der lange gesuchte Traum­partner zu sein. Um sich treffen zu können, müsse aber erst Geld über­wiesen werden, zum Beispiel für ein Flugti­cket oder ein Visum.

Lauf­zeit und Kündigungs­frist genau ansehen

Bevor Sie der Part­nerbörse ins Netz gehen, sollten Sie sich Lauf­zeit und Kündigungs­frist des Vertrags genau ansehen. Billige Probeabos von beispiels­weise 14 Tagen können sich um viele Monate und mehrere hundert Euro verlängern, wenn Sie nicht recht­zeitig kündigen. Achten Sie darauf, dass der Anbieter persönliche Daten nicht ohne Ihr ausdrück­liches Einverständnis an Dritte etwa zu Werbe­zwecken weitergibt. Seien Sie in jeder Hinsicht acht­sam. Was zu gut klingt, ist meist nicht wahr.

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