Partikelfilter Meldung

Peugeot bietet Dieselautos mit Filter in allen Größen.

Das Aktionsbündnis „Kein Diesel ohne Filter“, hinter dem Umweltorganisationen wie die Deutsche Umwelthilfe, der Verkehrsclub Deutschland (VCD), BUND und Greenpeace stehen, beklagt die Hinhaltetaktik bei der Rußfilter-Förderung. Das Spitzenge­spräch von Kanzler Schröder und den Ministern Eichel und Trittin am 2. Februar ergab die Verschiebung auf 2006 und Kürzung der Förderung: 350 statt 600 Euro für Neuwagen und 250 statt 300 Euro für die Filternachrüstung von Gebrauchten.

Ein geringer Anreiz, wenn man bedenkt, dass der Mehrpreis je nach Marke und Modell bei 500 bis 800 Euro liegt und die Nachrüstung bis zu 1000 Euro kostet. Und selbst gegen die reduzierte Förderung regte sich umgehend Widerstand aus einigen Bundesländern, denen die Einnahmen aus der Kfz-Steuer zustehen. Vergleicht man die aktuelle Liste des Verkehrsclub Deutschland (siehe Tabelle) mit den Angaben in test 2/04 (siehe Diesel-Pkw mit Partikelfilter) fällt auf: Es hat sich kaum etwas getan.

Marktführer Peugeot stattet inzwischen selbst Kleinwagen serienmäßig mit Filtern aus. VW und Audi bieten sie nur bei den großen Drei-Liter-Motoren an. Der Filter im Passat 2,0 kostet in der neuen Baureihe 565 Euro extra und im Golf gibt es trotz Ankündigung bislang gar keinen.

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