Park­rempler: So verhalten Sie sich richtig

Nach­sehen. Fast jeder noch so kleine Park­rempler ist bemerk­bar. Wer einen Ruck spürt, muss aussteigen und nach­sehen. Die Ausrede, man habe den Park­rempler nicht bemerkt, tun viele Richter als Schutz­behauptung ab. Gutachten gehen oft zu ungunsten des Fahrers aus.

Warten. Der Fahrer muss auf den anderen Pkw-Besitzer warten. Wie lange, hängt vom Einzel­fall ab. Vor dem Supermarkt sollte es mindestens eine halbe Stunde sein. Ansonsten die Polizei holen. Ein Zettel am Wischerblatt reicht nicht.

Strafe. Wer sich nach einem Park­rempler aus dem Staub macht, riskiert eine teure Strafe. Ein Netto-Monats­gehalt ist oft fällig, selbst für kleine Kratzer. In schweren Fällen können es drei Gehälter sein, dazu drei Monate Fahr­verbot. Ab 1 300 Euro Schaden kann der Führer­schein entzogen werden.

Versicherung. Hinzu kommt Ärger mit der Versicherung. Bei Fahrerflucht darf die Kfz-Haft­pflicht bis zu 5 000 Euro vom Fahrer zurück­fordern. Die Kasko darf ihre Zahlung kürzen. Wer eine Rechts­schutz­versicherung hat und vor Gericht zieht, muss ihr das Geld erstatten, falls er wegen Fahrerflucht verurteilt wird.

Einkaufs­wagen. Ist der Einkaufs­wagen gegen ein Auto gerollt, zahlt die Privathaft­pflicht, aber nur wenn es nicht beim Gebrauch des Autos passiert ist – etwa auf dem Weg dorthin oder wenn es noch nicht geöffnet war. Sobald man beginnt, die Sachen in den Kofferraum zu laden, ist die Kfz-Haft­pflicht zuständig. Sie stuft nach der Regulierung den Schadenfrei­heits­rabatt zurück.

Dieser Artikel ist hilfreich. 38 Nutzer finden das hilfreich.