Die Finanzaufsicht von Lettland beschränkt die Auszahlungen an Kunden der halbverstaatlichten Parex-Bank auf rund 50 000 Euro im Monat. Auch deutsche Parex-Kunden sind von diesem Limit betroffen.

Kunden müssen sich nach Lettland wenden

Die lettische Parex-Bank steckt in Zahlungsschwierigkeiten. Die Finanzaufsicht Lettlands hat nun verfügt, dass jeder Privatkunde nur noch bis zu 35 000 Lat (rund 50 000 Euro) pro Monat von seinen Parex-Konten abheben darf. Die Parex-Bank hat eine Zweigniederlassung in Deutschland. Geht die Bank pleite, ist zunächst die lettische Einlagensicherung zuständig. Seit Oktober werden in dem baltischen Land Spareinlagen in Höhe von 50 000 Euro vollständig abgesichert.

Parex bot gute Zinsen

Mit der Beschränkung soll verhindert werden, dass die Kunden der Bank ihre Konten leerräumen. Parex ist die zweitgrößte Bank Lettlands. Sie bietet auch in Deutschland vor allem Tages- und Festgeldkonten an. Die Zinsen waren dabei in der Vergangenheit im Vergleich zu deutschen Banken verhältnismäßig hoch. Die lettische Regierung hatte Anfang November angekündigt, 51 Prozent der Anteile des angeschlagenen Geldhauses zu übernehmen. Lettland braucht wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten internationale Hilfe.

Tipp: Legen Sie Ihr Geld derzeit nicht auf ein Konto der Parex-Bank. Im Ernstfall ist es für deutsche Kunden nicht ganz einfach, sich mit der lettischen Einlagensicherung auseinanderzusetzen.

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