Bei den Zuzahlungen für Medikamente gibt es eine Panne im Gesetz. Bei der Einkommensgrenze – Patienten zahlen maximal 2 Prozent des Jahresbruttos selbst, chronisch Kranke 1 Prozent – setzen die Kassen 3 648 Euro Kinderfreibetrag an, so sieht es die Begründung zum Gesetzentwurf vor. Doch dort wird auch aufs Steuergesetz verwiesen. Und da steht ein weiterer Freibe­trag von 2 160 Euro – macht zusammen 5 808 Euro. Dies wollen Gesundheitsministerium und Krankenkassen nicht anerkennen. Doch eine juristische Prüfung durch die Stiftung Warentest und den Verbraucherzentrale Bundesverband ergab: Die Regelung ist eindeutig, jede andere Auslegung scheidet aus. Tipp: Legen Sie Widerspruch ein und womöglich Klage. Da es hier um Sozialge­richtsbarkeit geht, ist beides kostenfrei.

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