Zerstörte Flusslandschaften, knapp hundert Fische auf einem Kubikmeter Wasser, unkontrollierter Antibiotika-Einsatz – so prangern Umweltschützer die Missstände in der vietnamesischen Pangasius-Zucht an. Die Umweltschutzorganisation WWF hat jetzt mit der vietnamesischen Fischindustrie vereinbart, die ökologischen Missstände zu verbessern. Bis 2015 soll die Hälfte des exportierten Pangasius mit einem unabhängigen Umweltsiegel zertifiziert sein. Im Gegenzug rät der WWF jetzt in seinem Fischratgeber nicht mehr von Pangasius ab: Statt in der Kategorie „lieber nicht“ steht er in der Kategorie „Zucht in Umstellung“. In Deutschland ist der Süßwasserwels binnen zehn Jahren zum fünfbeliebtesten Fisch avanciert. Seine Filets sind preiswert, proteinreich und schmecken relativ neutral. 90 Prozent des weltweit gehandelten Pangasius stammen aus Vietnam.

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