Paketshops Meldung

Die Zeiten sind vorbei, in denen nur die gelbe Post Pakete beförderte. Inzwischen können Päckchen und Pakete in zahlreichen Geschäften des täglichen Lebens wie Bäckereien, Lottostellen, Zeitungskiosken und Tankstellen abgegeben werden. Möglich machen das private Paketdienste wie Hermes, GLS (ehemals German Parcel Service) und PickPoint, die ihre Annahmestellen in solchen Geschäften eingerichtet haben. Inzwischen gibt es mehr Annahmestellen privater Paketdienste als Filialen der Deutschen Post. Stiftung Warentest erklärt, wie der Versand in Paketshops funktioniert und wie viel er kostet.

Mehr Paketshops als Postfilialen

Vor allem auf dem Land sind Paketshops eine günstige Alternative. Während die Deutsche Post immer mehr Filialen in dünn besiedelten Gebieten schließt, sind gerade Hermes-Zweigstellen auch in kleinen Orten zu finden. In Städten gibt es Paketshops fast an jeder Ecke. Ein weiterer Vorteil: Paketshops sind in der Regel länger geöffnet als die Filialen der Deutschen Post. Beim Versand merkt der Kunde kaum einen Unterschied. Die Pakete sind bundesweit zwischen einem und drei Werktagen unterwegs. Die aufgedruckten Sendungsnummern ermöglichen die digitale Sendungsverfolgung. Darüber hinaus sind die Sendungen bis 500 Euro versichert, bei GLS sogar bis 750 Euro.

Pakete ab 3,90 Euro

Nicht nur die Bequemlichkeit ist ein Argument für Paketshops. Auch die Preise überzeugen. Bei Hermes ist der Paketversand in den rund 10 000 Paketshops ab 3,90 Euro möglich. Allerdings ist das Preissystem der Paketshops nicht direkt mit dem der Deutschen Post vergleichbar. Während bei der Deutschen Post das Porto nach dem Gewicht berechnet wird, entscheidet bei der Konkurrenz vor allem die Größe über den Preis. Das eigentliche Gewicht ist dabei unwichtig, solange nicht das Maximalgewicht überschritten wird (25 Kilogramm bei Hermes und 40 Kilogramm bei GLS). Daher ist es besonders bei schweren aber kleineren Sendungen empfehlenswert, diese im Paketshop der Post-Konkurrenz abzugeben. Einen Vergleich der Preise finden Sie in der Tabelle.

Paketshop als Adresse

Neben dem Versand bieten PickPoints und Hermes-Paketshops noch einen weiteren Service: Kunden können ihre Pakete direkt an diese Geschäfte adressieren und sie später von dort abholen. Die PickPoints nehmen alle Sendungen in Empfang, egal ob privat oder geschäftlich. Hierfür ist eine einmalige Registrierungsgebühr von 5,00 Euro zu zahlen. Bei Abholung wird eine Nutzungsgebühr von 1,50 Euro pro Sendung berechnet. Bei Hermes gilt diese Option allerdings nur für Pakete von Versandhäusern. Dieser Service ist vor allem für Kunden interessant, die tagsüber selten zu Hause sind oder die Pakete nicht zu den Öffnungszeiten der Postfiliale abholen können.

Wenn Sie Ihre Pakete lieber zu Hause abholen lassen wollen, können Sie sich hier über die Qualität der Paketdienste informieren.

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