Die fünf größten Paket­dienste in Deutsch­land

DHL

Gehört zur Deutschen Post. Im Jahr 1969 gründeten Adrain Dalsey, Larry Hill­blom und Robert Lynn in San Francisco das Unternehmen DHL – die drei Buch­staben stehen für die Initialen ihrer Nach­namen. 2002 wird DHL hundert­prozentige Tochter der Deutschen Post AG, die 1995 aus der Deutschen Bundes­post hervorging. DHL agiert in mehr als 220 Ländern. Der Jahres­umsatz in Deutsch­land lag 2013 bei 3,75 Milliarden Euro.

1 Milliarde Pakete. DHL stellte 2013 in Deutsch­land mehr als 1,02 Milliarden Pakete zu. Kunden können in rund 12 000 Post­filialen und über 2 650 Pack­stationen Pakete in Empfang nehmen, an mehr als 29 000 Stellen abgeben. DHL betreibt in Deutsch­land 33 Paketzentren, 200 Zustell­basen und 3 000 Zustell­stütz­punkte.

Die Zusteller. DHL beschäftigt bundes­weit rund 62 650 Paket­zusteller. DHL einigte sich mit der Gewerk­schaft Verdi, maximal 990 der 39 800 Bezirke an Subunternehmer zu vergeben. Zu deren Mitarbeiterzahl kann DHL keine Angaben machen.

Hermes

Gehört zur Otto Group. Hermes gehört zur Otto Group Hamburg. Unter der Marke agieren elf Gesell­schaften, die welt­weit handels­nahe und logistische Dienst­leistungen erbringen. Den Paket­versand über­nimmt die 1972 gegründete Hermes Logistik Gruppe Deutsch­land (HLGD). Hermes erzielte 2013 einen Gesamt­umsatz von 2,08 Milliarden Euro.

300 Millionen Pakete. In Deutsch­land trans­portiert Hermes pro Jahr mehr als 300 Millionen Pakete. Kunden stehen über 14 000 Paket­shops offen. Hermes betreibt in Deutsch­land sechs Haupt­umschlagbasen und 57 regionale Nieder­lassungen. Darüber hinaus koope­riert Hermes mit 351 selbst­ständigen Fuhr­unternehmern, die über Depots die Pakete mit eigenen Mitarbeitern oder weiteren Subunternehmern an die Haustür bringen.

Die Zusteller. Rund 87 Prozent des Auftrags­volumens stellen Subunternehmer für Hermes zu; sie beschäftigen rund 10 000 Fahrer. Bei Hermes selbst arbeiten aktuell 574 Fahrer in Festan­stellung.

DPD

Gehört zur französischen Geopost. Dynamic Parcel Distribution (DPD) wurde 1976 von 18 deutschen Speditions­firmen gegründet. Firmensitz ist Aschaffenburg. Die Mehr­heit an dem interna­tional agierenden Unternehmen hält die französische Geopost-Gruppe, eine 100-prozentige Tochter von La Poste. Diese ist heute eine Aktiengesell­schaft, deren Anteile der französische Staat hält. Geopost verzeichnete 2013 einen Jahres­umsatz von 4,39 Milliarden Euro, Deutsch­land­zahlen nennt das Unter-nehmen nicht.

320 Millionen Pakete. In Deutsch­land trans­portiert DPD nach eigenen Angaben jedes Jahr rund 320 Millionen Pakete und betreibt 75 Depots. DPD bietet bundes­weit mehr als 5 000 Paket­shops, in denen Kunden Pakete in Empfang nehmen und versenden können.

Die Zusteller. DPD lässt seine Pakete ausschließ­lich von Subunternehmen ausliefern. Die etwa 1 000 System­partner beschäftigen mehr als 8 000 Zusteller.

GLS

Gehört zu Royal Mail. General Logistics Systems B.V. (GLS) gehört zur britischen Royal Mail. GLS vers­endet welt­weit und agiert in 37 europäischen Staaten. GLS Germany hat seinen Sitz im hessischen Neuen­stein und wurde im Jahr 1989 als German Parcel gegründet und 1999 von der Royal Mail über­nommen. GLS erzielte im Geschäfts­jahr 2013/14 gruppen­weit einen Umsatz von 1,96 Milliarden Euro.

Die Pakete. Die gesamte GLS Gruppe vers­endete 2013/14 europaweit 404 Millionen Pakete, für Deutsch­land nennt das Unternehmen keine Zahlen. Derzeit stehen GLS-Kunden deutsch­land­weit rund 5 000 Paket­shops zur Verfügung. Das Standort­netz von GLS Germany besteht aus 60 Depots, 18 davon dienen zusätzlich als regionale Verteilzentren.

Die Zusteller. GLS wickelt die gesamte Paket­zustellung in Deutsch­land über Subunternehmen ab. Rund 4 550 Lieferfahr­zeuge sind dafür im Einsatz, konkrete Mitarbeiterzahlen nennt GLS nicht.

UPS

Gehört zu UPS of America. Der United Parcel Service, UPS, hat seinen Haupt­sitz in Atlanta, USA, und wurde 1907 als American Messenger Company gegründet. Das Unternehmen agiert welt­weit und hat seinen deutschen Sitz in Neuss (NRW). 2013 setzte UPS insgesamt zirka 44,5 Milliarden Euro um.

Die Pakete. UPS hat 2013 welt­weit 4,3 Milliarden Pakete und Dokumente zugestellt, regionale Zahlen veröffent­licht das Unternehmen nicht. UPS betreibt 72 Paketzentren, hinzu kommen die Deutsch­land-Zentrale und das europäische UPS Air Hub am Köln-Bonn-Airport. UPS verfügt über rund 2 500 Access-Point-Stand­orte in Deutsch­land, an denen Kunden Pakete abholen können.

Die Zusteller. UPS gibt an, die eigenen Zusteller in der Regel Voll­zeit zu beschäftigen. Seit den 1990er Jahren beauftragt UPS auch Subunternehmen für die Paket­zustellung. Die Gewerk­schaft Verdi geht davon aus, dass etwa 40 Prozent der Aufträge an Subunternehmer gehen.

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