Paketdienst Meldung

Das Kammergericht in Berlin hat entschieden: Der Verein Aktion Bildungsinformation (ABI) darf weiter behaupten, zwischen UPS und Scientology bestünden Verbindungen und die Managementtechniken von UPS ähnelten denen der Sekte. Die ABI warf UPS inhumane Arbeitsbedingungen, Schikanen von Mitarbeitern, Manipulationen von Betriebsratswahlen und gesetzwidrige Arbeitszeiten vor. Das sei aus Sicht der Verbraucherschützer eine Tatsachen gestützte Meinungsäußerung, so die Richter. UPS wollte auch die ABI-Behauptung verbieten lassen, wonach der Paketdienst an Senatsabgeordnete in den USA bis 240.000 Dollar zahlte. Die Politiker stimmten für eine Resolution, in der Deutschland Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Hintergrund: Scientology wollte hierzulande als Religion mit Steuerprivilegien anerkannt werden. Aufgrund des Streits haben drei Bundestagsabgeordnete ihre Mandate im Beirat von UPS niedergelegt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 533 Nutzer finden das hilfreich.