PRU Generation Schnelltest

Angebot: Eine fondsgebundene Rentenversicherung mit einer 2,5-prozentigen Ertragsgarantie auf das Sparkapital hat der irische ­Lebensversicherer Prudential herausgebracht. Vertrieben wird die „PRU Generation“ von Versicherungsmaklern. Der Sparanteil des Beitrags fließt in den für das Produkt aufgelegten „PRU Generation Fund“, der dann nur in den nicht öffentlichen „Prudential With-Profits Euro-Fund“ investiert. Mit Einzahlungsende kann sich der Kunde statt für eine Rente auch für eine Einmalzahlung entscheiden. Oder er überträgt das Kapital auf einen anderen Versicherer, der die Rentenzahlung übernimmt.

Vorteile: Durch die Garantie haben Kunden kein Verlustrisiko, sofern sie den Vertrag bis zum Ende durchhalten. Bei Kündigung gilt die Zusage von 2,5 Prozent nämlich nicht.

Nachteile: Kunden setzen auf ein Fondsprodukt, können die Investition aber nicht beeinflussen. Weil der Fonds, in den das Kapital fließt, nicht öffentlich ist, ist nicht ersichtlich, wie sich das Investment in der Vergangenheit entwickelt hat. Die garantierte Verzinsung erreicht Prudential mit Hilfe eines Glättungsverfahrens. Wirft der Fonds viel ab, erhält der Kunde nicht alles. Wirft er wenig ab oder macht Verlust, verwendet Prudential die zuvor zurückgehaltenen Erträge zum Ausgleich.

Fazit: Die meisten Anleger entscheiden sich aus steuerlichen Gründen für eine fondsgebundene Rentenversicherung, hoffen aber auch auf hohe Fondserträge. Doch bei der PRU Generation werden gute Erträge immer beschnitten. Die garantierte Verzinsung ist gleichzeitig niedriger als bei einer klassischen Rentenversicherung, wo derzeit 3,25 Prozent auf den Sparanteil verbindlich gegeben werden. Bei der Wahl einer Fondspolice sollte der Kunde erst nach guten Fonds suchen, dann nach Versicherern, die mit diesen arbeiten.

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