Container der insolventen P&R-Gesell­schaften sind oft auf Schiffen im Einsatz. Die Insolvenz­verwalter hoffen, sie für mehr als 1 Milliarde Euro zu verwerten.

[Update 9. April 2020]: Kauf­an­gebot erhöht

York Capital hat im April 2020 das Kauf­an­gebot erhöht. Die Gesell­schaft bietet Anlegern nun an, 16 Prozent der fest­gestellten Forderungen aus den Vergleichs­ver­einbarungen mit den Insolvenz­verwaltern zu zahlen. Die Insolvenz­verwalter teilten mit, die Corona-Krise beein­trächtige das Vermieten und Verwerten der Container bislang nicht. Bis Ende März 2020 seien Container plan­mäßig für rund 325 Millionen Euro verwertet worden. Das Amts­gericht München habe die Prüfungs­termine für offene Fälle und bislang noch nicht einge­reichte Vergleichs­ver­einbarungen auf den 18. Juni 2020 vertagt. Die Insolvenz­verwalter streben weiter an, erste Abschlags­verteilungen noch im laufenden Jahr auf den Weg zu bringen.

Die „Dauer­haft Invest P-und-R Sàrl“ aus Luxemburg kauft Anlegern insolventer Containergesell­schaften der P&R-Gruppe aus Grün­wald ihre Ansprüche ab. Die Tochter der Investmentgesell­schaft York Capital aus den USA zahlt 14 Prozent der fest­gestellten Forderungen aus den Vergleichs­ver­einbarungen mit den Insolvenz­verwaltern. Außerdem stellt sie Verkäufer von etwaigen Rück­forderungs­ansprüchen frei, die die Insolvenz­verwalter wegen der in der Vergangenheit bereits ausgezahlten Mieten bei den von der Insolvenz betroffenen Verträgen gegen die Anleger richten könnten. Ausgenommen sind schon vor dem Insolvenz­verfahren beendete Verträge.

Die Insolvenz­verwalter rechnen mit Erlösen, aus denen sich mehr als doppelt so hohe Quoten von 30 bis 35 Prozent für die Gläubiger ergeben könnten (Special Container). Sie wollen 2020 erste Abschläge auszahlen. Bis zum Verfahrensende dürften noch Jahre vergehen.

Tipp: Das Angebot, mit dem Dauer­haft Invest an Rechts­anwälte der Anleger heran­getreten ist, kann für Sie interes­sant sein, wenn Sie nicht lange auf Geld warten können oder wollen. Sie geben aber die Chance auf deutlich höhere Rück­flüsse in den kommenden Jahren auf. Risiken gehen Sie nicht ein: Zahlt die Käuferin nicht, gehen die Insolvenz­forderungen auch nicht an sie über.

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