Der so genannte Standardtarif der privaten Krankenversicherung ist ab 1. Juli 2000 schon für Privatversicherte ab 55 Jahren zugänglich. Voraussetzung ist, dass ihr jährliches Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (alte Bundesländer: 103.200, neue Bundesländer: 85.200 Mark) nicht übersteigt. Bisher konnten privat Krankenversicherte erst ab 65 Jahren in diesen Tarif wechseln, dann aber unabhängig von der Höhe ihres Einkommens.

Der Vorteil des Standardtarifs ist seine gesetzlich festgelegte preisliche Obergrenze. Ein im Standardtarif Versicherter muss in diesem Jahr maximal 871 Mark Monatsprämie in den alten, 740 Mark in den neuen Bundesländern bezahlen (durchschnittlicher Höchstsatz in der gesetzlichen Krankenkasse). Dafür bekommt er aber nur Leistungen, die denen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen. Für ältere Versicherte, die hohe Prämien zahlen, kann sich ein Wechsel in den Standardtarif aber lohnen, zumal die Durchschnittsprämie nach Angaben von Christian Weber, Sprecher des Verbandes der privaten Krankenversicherung (PKV) in Köln, aktuell nur bei 600 Mark liegt.

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