Aldi-PC: Mehr Leistung

Hauptsache Highspeed: Aldi setzt bei seinem PC auffällig auf Geschwindigkeit. Der Pentium 4-Prozessor ist mit 3 GHz getaktet. Doch er kann nicht nur schnell, sondern auch viel: DVDs und CDs brennen, drahtlos ins Internet verbinden, Filme speichern und bearbeiten. Und er eignet sich besonders für grafisch anspruchsvolle 3D-Spiele. Grafikprozessor und -karte sind vom Feinsten. Wie gut sie mit den anderen Komponenten harmonieren, ergab der Test im Labor.

Leise an die Leistung

So schnell gehts dann doch nicht. Bevor der Aldi-Käufer mit dem „Titan“ loslegen kann, muss er sich noch einen Monitor und Lautsprecherboxen zulegen. Aldi denkt mit und bietet entsprechendes Zubehör an. Zuhause angekommen, kann sich der Käufer zunächst über ein leises Betriebsgeräusch und ein handliches Midi-Gehäuse freuen. Ob das Aussehen des von der Firma Medion zusammengestellten Geräts gefällt, das mit dem Reddot Design Award ausgezeichnet wurde, liegt allein im Auge des Betrachters. An die Telefonsteckdose kann der Kunde den PC auch schon anschließen: Ein Modemkabel liegt bei. Ansonsten hält sich Aldi mit Kabelzubehör zurück. Doch jetzt muss der PC erstmal zeigen, was er drauf hat.

Klasse Hardware

Aldi hat noch bessere Hardware als der Lidl-PC. Allerdings lässt er sich kaum erweitern. Muss er auch nicht unbedingt: Er hat so ziemlich alles an Hardware im Gehäuse, was der Computerfreak braucht. Der Pentium 4-Prozessor mit seinen 3 GHz macht ordentlich Dampf und lässt den Lidl-PC leicht hinter sich. Weil der Aldi-PC auch noch mit der ATI Radeon 9800 XL eine Spitzen-Grafikkarte eingebaut hat, meistert das Gerät 3D-Spiele problemlos. Es eignet sich deutlich besser für Spiele als das Lidl-Gerät. Ein weiterer Vorteil des Aldi-PCs: Der Brenner von Pioneer beschreibt auch in den Formaten DVD+R und DVD+RW.

Analoger Rückfall

Die Grafikkarte hat allerdings eine Schwäche: Sie hat keinen DVI-Anschluss. Das ist nicht problematisch, aber für bestimmte Käufer ärgerlich. Wer einen TFT-Monitor mit DVI-Anschluss besitzt, muss eventuell sichtbare Einbußen hinnehmen. Besonders wenn es ein großer Monitor und hohe Auflösung ist: ab 17 Zoll und 1280 mal 1024 Bildpunkten. Optimal angesteuert werden solche Monitore über ein digitales DVI-Signal.

Üppig Software

Für die reichlich vorhandene Hardware liefert Aldi auch genügend Software. Außerdem punktet Aldi beim Stromverbrauch: Der ist vom Stand-by-Modus bis zum voll ausgelasteten Betrieb deutlich niedriger als beim Lidl-PC. Selbst bei Vollast kommt der Aldi-Computer mit weniger als 100 Watt aus. Der Lidl-PC braucht gut ein Drittel mehr.

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