PC von Aldi Schnelltest

PCs gibts noch! Zwar sind Notebooks längst beliebter, doch klassische Computer sind klotzig und immobil, aber auch leistungsstark und aufrüstbar. Das passende Angebot hat Aldi heute bundesweit: ein schwarz-glänzender PC mit reichlich Speicher und flottem Zwei-Kern-Prozessor für 499 Euro. Im Schnelltest musste er zeigen, was er kann.

Nase vorn

Bei den verschiedenen Leistungsmessungen zeigt sich der Aldi-PC von seiner besten Seite. Auch komplexe Büro- und Multimediaprogramme laufen in wünschenswertem Tempo über den Schirm. Einzig bei der neuesten Generation von Computerspielen gibts kleinere Abstriche. Dennoch: Bei der Leistung hat der Aldi-PC im Vergleich zu den Rechnern im aktuellen PC-Vergleich die Nase vorn.

Mangel an Extras

Die Ausstattung ist vollständig. Extras wie Wlan, TV-Karte und Fernbedienung fehlen allerdings. Tastatur und Maus stecken noch mit im Karton, und das wars auch schon. Erstaunlich: Ein HDMI-Anschluss mit HDCP-Entschlüsselung ist an Bord. Sinn macht das aber nur eingeschränkt: Es lassen sich zwar moderne Fernseher und Monitore anschließen, aber mangels Blu-Ray-Laufwerk praktisch nicht mit hochauflösenden Filmen versorgen.

Stromverschwendung

Auch beim Arbeiten leistet sich der Aldi-PC Schwächen. Der für die Kühlung des Grafikprozessors zuständige Lüfter rauscht deutlich vernehmlich. Je nach Umgebung nervt der Lärm ziemlich. Auch beim Stromverbrauch klotzt der Aldi-Rechner gewaltig ran. Nicht schön, aber für aktuelle PCs gängige Werte: Bei voller Belastung benötigen die Schaltkreise des Aldi-PCs 115 Watt Leistung aus der Steckdose. Im Leerlauf sind es immer noch 70. Nicht nur nicht schön, sondern unnötig und ärgerlich: Im Standby liegt der Leistungsbedarf bei 4,1 und auch vollständig heruntergefahren immer noch bei 3,3 Watt. Zum Vergleich: Der test-Sieger aus dem aktuellen PC-Vergleich kommt im Standby mit 2,0 Watt und heruntergefahren mit 1,0 Watt aus.

Kaum Raum für Aufrüstung

Keine Schwäche leistet sich der Medion-PC bei der Handhabung. Alles funktioniert so, wie es gewohnt und bewährt ist. Das Handbuch ist medion-typisch einwandfrei. Auch das Gehäuse lässt sich ohne weiteres öffnen. Allerdings: Sehr häufig wird das nicht nötig sein. Ein einziger 5,25 Zoll-Schacht zur Nachrüstung etwa eines Blu-Ray-Laufwerks steht zur Verfügung. Ansonsten ist kein Platz mehr und Aufrüstung nur durch Austausch von Komponenten möglich.

Dieser Artikel ist hilfreich. 241 Nutzer finden das hilfreich.