PC von Aldi Schnelltest

Zig Generationen von Aldi-PCs bevölkern inzwischen Arbeits- und Wohnzimmer. Jetzt kommt eine weitere hinzu. Für 499 Euro bieten Aldi-Filialen seit Montag früh bundesweit einen Rechner von Hauslieferant Medion an. Drin steckt ein Prozessor von AMD. Der Schnelltest klärt, wie es mit Rechenleistung, Stromverbrauch und womöglich lästigem Lüfterrauschen aussieht.

Starker Prozessor, schwache Grafik

Herz des Aldi-PC ist ein schon seit längerem verfügbarer AMD-Prozessor mit vier Kernen. Er verspricht eine ordentliche Rechenleistung. Demgegenüber fällt der bescheiden dimensionierte und ebenfalls nicht mehr ganz frische Grafikprozessor vom Typ Radeon HD 4550 deutlich ab. Dementsprechend auch das Ergebnis der Leistungsmessung im Schnelltest: Büro- und Multimediaanwendungen laufen wünschenswert schnell und verzögerungsfrei. Selbst umfangreiche Rechenaufgaben erledigt der Aldi-PC im Handumdrehen. Bei modernen 3D-Spielen gerät er allerdings schnell an seine Grenzen. Die Grafikkarte berechnet zu wenig Bilder pro Sekunde, um die aufwendig animierten Spielfiguren flüssig über den Bildschirm laufen zu lassen. Erstes Zwischenergebnis: Für daten- und rechenintensive Anwendungen bis hin zu Videoschnitt und Akkord-Bearbeitung großer Bilddateien ist der Rechner geeignet, fürs fortgeschrittene Computer-Spielen dagegen kaum.

Ambitionen fürs Heimkino

Die Ausstattung ist ordentlich, aber nicht so luxuriös wie bei manch früherem Aldi-PC. Ein anständiges Software-Paket inklusive Windows Vista auch in 64 Bit-Version, optische Maus und Tastatur sind mit von der Partie. HDMI- und 7.1-Surround-Anschluss deuten auf Heimkino-Ambitionen hin. Allerdings kann das Laufwerk nur herkömmliche DVDs und keine Blu-Ray-Disks abspielen. TV-Karte, Funktastatur und -fernbedienung fehlen. Die eingebaute Festplatte bietet mit 640 Gigabyte Kapazität reichlich Platz für Daten. Zusätzlich hat der PC oben im Gehäuse einen Anschluss für spezielle Medion-Mobil-Festplatten. Vorne am Gehäuse gibt es einen eSATA-Anschluss für herkömmliche externe Festplatten.

Bedienung ohne Probleme

Bei der Bedienung gibts keine Überraschungen - weder positive noch negative. Die Software ist wie bekannt und bewährt vorinstalliert. Wer trotzdem nicht klar kommt, kann im Medion-typisch guten Handbuch nachschauen. Maus und Tastatur sind jeweils nicht besonderes. Insbesondere die Maus funktioniert auf manchen Unterlagen, mit denen andere Mäuse problemlos klarkommen, nur bescheiden. Alle wichtigen Anschlüsse sind vorne am Gehäuse gut zu erreichen. Der aktuelle Aldi-PC geht auch bei Volllast angenehm diskret zu Werke und produziert kaum nerviges Lüfterrauschen.

Reichlich Stromverbrauch

Nach bislang durchwachsenem Ergebnis leistet sich der aktuelle Aldi-PC am Ende des Schnelltests doch noch eine handfeste Schwäche: Der Stromverbrauch ist trotz der bescheidenen Grafikleistung reichlich hoch. Über 140 Watt Leistung zieht der Rechner bei Volllast aus der Steckdose. Im Leerlauf sind es immer noch über 80 Watt. Im Stand-by liegt der der Verbrauch bei drei und nach dem Herunterfahren bei 1,5 Watt. Das ist schwach und wird auch nicht dadurch besser, dass viele andere PCs ähnlich großzügig Strom verheizen.

Im Vergleich: Personal Computer

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