Als Medienzentrale für Fotos, Videos und Musik soll der PC das Wohnzimmer erobern. Halten die Multimedia-Alleskönner, was sie versprechen?

Glaubt man den Werbeaussagen, so tun sich zwischen Sofa, Couchtisch und TV-Möbel zurzeit wahre Wunderdinge: „Eine neue Dimension des Entertainments“ öffnet sich und „macht das Leben nicht nur leichter, sondern auch schöner“. „Mehr Musik, mehr Filme, mehr Fotos, mehr Spaß“ – die Broschüren versprechen nicht einfach nur alles, sie versprechen sogar „alles in einer Box!“

Zumindest alles, was mit Medien und Unterhaltung zu tun hat: Fernsehen, Videos, Urlaubsfotos, Musiksammlung – all die elektronischen Bilder und Töne, die uns täglich begleiten, sollen bequem an einer einzigen Stelle abrufbar sein. Kein Stöbern mehr in staubigen Videostapeln, kein Klauben nach der richtigen Fernbedienung. In einer einzigen Kiste kommt zusammen, was technisch ohnehin zusammenzugehören scheint.

PC kontra Unterhaltungselektronik

Videos auf DVD, Musik von CD, Fotos aus der Digitalkamera: Mit diesen digitalen Daten kann ein Computer am besten umgehen. Das sehen zumindest die Hersteller von PC-Hard- und Software so – und wollen die bisher übliche Unterhaltungselektronik aus dem Wohnzimmer verdrängen. Im aktuellen Test tritt deshalb PC-Technik gegen einen Vertreter der Unterhaltungselektronik an. Wer bringt das bessere TV-Bild? Wie komfortabel und übersichtlich können Medieninhalte ausgewählt werden? Laufen die Geräte stabil oder gibt es „Abstürze“?

Vertreter der „alten“ Klasse ist der Sieger unseres Tests DVD-Festplattenrekorder aus dem Märzheft, Panasonic DMR-E 95 HEG-S. Die Herausforderer mit PC-Technik wurden exemplarisch aus drei unterschiedlichen Gruppen gewählt:

1. Multimedia-PCs: Computer, wie sie bei Aldi oder Elektronik-Discountern angeboten werden: Sie sind üppig mit Video-Anschlüssen und TV-Karten ausgestattet und sollen im Wohnzimmer Videorekorder und Plattensammlung ersetzen.

2. Media Center: Noch recht unbekannte Produktgruppe. Geräte haben rein äußerlich deutlich weniger mit einem PC gemein als etwa mit einem DVD-Rekorder. In ihrem Inneren arbeitet aber die gleiche Technik wie in Multimedia-PCs.

3. Streaming-Boxen: Hier zieht nicht der Personalcomputer selbst ins Wohnzimmer, sondern nur eine kleine Empfangsbox. Der PC bleibt im Arbeitszimmer und schickt seine Bild- oder Tondaten per Kabel oder Funk an die Streaming-Box. Sie gibt die Informationen dann an einen angeschlossenen Fernseher und eine Stereoanlage weiter.

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