PC-Virenschutz von Plus im Schnelltest Schnelltest

Der Name verspricht viel: Ein Virusschutz-Programm aus den renommierten Kaspersky-Laboratorien in Moskau bietet Plus in dieser Woche an. Der Preis allerdings stimmt skeptisch: Nicht mal 13 Euro verlangt der Discounter. Sonst kostet die aktuelle Personal-Version des Kaspersky-Virenschutzes rund 50 Euro. Im Vergleichstest schnitt die damals aktuelle Version des Programms mit „sehr gut“ ab. Im Schnelltest hat die Stiftung Warentest überprüft, ob und wo bei der Billigversion von Plus ein Haken zu finden ist.

Handbuch nur als Datei

Ein Unterschied gegenüber der aktuellen Kaspersky-Personal-Version ist schnell entdeckt: Das gedruckte Handbuch fehlt. Dem Plus-Paket liegt eine sechsseitige Kurzanleitung bei. Das Handbuch gibts auch, aber nur als PDF-Datei auf CD-Rom. Wer lesen will, muss das entweder auf dem Bildschirm tun oder die Datei selbst ausdrucken.

Technisch auf dem letzten Stand

Doch das wars auch schon. So sehr die Tester auch suchten, weitere Unterschiede gegenüber der aktuellen Personal-Version des Kaspersky-Virenschutzes waren nicht zu finden. Alle Komponenten sind auch beim Plus-Angebot dabei, die Programmversion des Control Center ist mit 4.5.0.49 vom 11.09.03 auf dem letzten Stand und hier wie dort ist im Kaufpreis ab Installation ein Jahr lang tägliches Aktualisieren mit drin.

Guter Schutz

Beim Vergleichstest von Virusschutz-Programmen schnitt die Vorgänger-Version 4.0 „sehr gut“ ab. Kein anderes Programm bot so guten Schutz gegen Viren. Auch die aktuelle Version der Kaspersky-Version erkannte alle Viren, die ihr im Testlabor probehalber präsentiert wurden. Dabei verbraucht das Programm unter normalen Umständen kaum Computerleistung. Auch wenn der Virenschutz aktiv ist, laufen alle Anwendungen meist ohne spürbare Tempoeinbuße.

Gewöhnungsbedürftige Bedienung

Nicht ganz so gut wie die technische Leistung ist die Bedienung. An den Kaspersky-Virenschutz muss sich der Benutzer wegen des modularen Aufbaus des Programms erst einmal gewöhnen. Völlig unproblematisch ist dagegen die Installation: Möglich sind die Modi Minimal, Standard und Benutzerdefiniert. Die Programm-CD selbst ist nicht bootfähig, für Notfälle können jedoch spezielle Startdisketten angefertigt werden. Die Deinstallation funktioniert, aber nicht perfekt. Knapp drei Megabyte Daten bleiben übrig.

Schnelle Aktualisierung

Gut dagegen klappt das Aktualisieren. Täglich lässt sich vom Kaspersky-Server der aktuelle Stand auf den Rechner laden. Auf Wunsch geht das auch automatisch, wenn ständig eine Verbindung zum Internet verfügbar ist. Ständiges Aktualisieren ist wichtig. Nur Viren, die in der Datenbank des Programms enthalten sind, werden zuverlässig erkannt. Wenn ein neuer Virus auftaucht, ist ein PC erst wirklich sicher, wenn das passende Update des Virenschutzes installiert ist. Der Kaspersky-Virenschutz von Plus schneidet in dieser Disziplin deutlich besser ab als zwei Programme, die im März bei Aldi-Süd und Lidl zu haben war. Sie ließen sich jenseits besonderer Notfall-Updates beim Auftauchen besonders gefährlicher Viren nur bis zu 26 Mal aktualisieren.

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