PC-Steuerprogramme Test

Alle Jahre wieder ist sie fällig: die Steuererklärung. Hilfe versprechen die Hersteller von PC-Steuerprogrammen. Damit - so die Werbung - wird die Steuererklärung kinderleicht und dabei die maximale Ersparnis rausgeholt. Doch das funktioniert nur, wenn die Programme das komplizierte Steuerrecht beherrschen, entsprechende Steuertipps geben - und richtig rechnen. Finanztest hat acht Programme getestet. Nur eins erhielt ein „Sehr gut“ und vier immerhin ein „Gut“. Von zwei weiteren digitalen Helfern sollten Steuerzahler lieber die Finger lassen: Sie brachten es nur auf ein „Mangelhaft“. Finanztest sagt, welche Programme hilfreich sind - damit Steuerzahler kein Geld verschenken.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: PC-Steuerprogramme

Gleicher Testsieger

Wie schon im Vorjahr wurde das Programm “Steuer-Spar-Erklärung“ der Akademischen Arbeitsgemeinschaft Testsieger. Es erhielt die Bestnote „sehr gut“. Die Software konnte auch schwierige Fälle lösen. Allerdings: Das Programm kann aufgrund der zahlreichen Informationen schnell unübersichtlich werden. Wer nur wenig Kenntnisse besitzt und nur einfache Steuerfälle bearbeiten will, fährt mit den preiswerteren Programmen „t@x“ oder „QuickSteuer“ besser. Beide erhielten ein „Gut.“ Vom Onlineprogramm „SteuerFuchs“ und auch von der Software „Capital Einkommensteuer“ sollten Steuerzahler allerdings die Finger lassen: Beide schafften nur ein „Mangelhaft“.

Schwerwiegende Fehler

Die Programme mussten jeweils zwei Steuerfälle lösen - einen relativ einfachen und einen komplizierteren. Die errechnete Steuerersparnis wich bei allen Programmen von den Modelllösungen ab. Wichtiger als die Abweichungen waren allerdings gravierende fachliche Fehler, die die Steuersoftware macht. Beispiel komplexer Fall (Musterfamilie): Die Software musste herausfinden, dass nach derzeitiger Situation für das Ehepaar die getrennte Veranlagung günstiger ist. Bis auf „Steuerloste“ und „SteuerFuchs“ prüften alle diese Variante. Schwierigkeiten bereitete aber die optimale Zuordnung der außergewöhnlichen Belastungen bei der getrennten Veranlagung. Hier halfen nur „Steuer-Spar-Erklärung“ und „t@x“ weiter.

Nichts für Anfänger

Anders, als in der Werbung versprochen: Für absolute Steuerlaien sind die PC-Programme nicht geeignet. Sie werden mit keinem zur optimalen Steuererstattung kommen. Grundkenntnisse sind bei jedem der Programme erforderlich. Und: Sich in die Software einzuarbeiten, kostet auch bei Steuererfahrenen Zeit und Mühe. Wer bereits regelmäßig ein Programm nutzt, das im Test mit „gut“ abschnitt, sollte sich den Wechsel zum Testsieger daher überlegen.

Sicherheit im Netz

Wichtig für Nutzer von Steuerprogrammen: Sie müssen ihre Software problemlos über das Internet aktualisieren können. Bei fast allen Anbietern ist das auch der Fall. Nur bei der Software von Capital und Steuerlose müssen Nutzer Attacken aus dem Netz fürchten.

Alternative Elster

Steuerzahler, die sich keine Software kaufen wollen, können trotzdem ihre Erklärung per PC machen. Die Finanzbehörde bietet kostenlos das Programm ElsterFormular an. Nachteil: Legale Steuertricks finden Verbraucher hier natürlich nicht.

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