PC-Steuerprogramme Test

Beim Wort Steuererklärung bekommen viele Beklemmungen. Wer sie schon Monate vor sich her schiebt, weiß das. PC-Programme bieten Unterstützung an. Finanztest hat neun Steuerprogramme geprüft. Eins ist „sehr gut“, vier haben mit „gut“ abgeschnitten, eins ist allerdings „mangelhaft“.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: PC-Steuerprogramme

16 Laien haben getestet

Beim Ausfüllen der Steuererklärung sind sechs von neun PC-Steuerprogrammen geeignete Helfer. Zwei der Angebote im Test sind reine Internetprogramme und zwar „Steuerfuchs“ und „Lohnsteuer kompakt 2008“. Erstmals haben neben den Steuerexperten auch 16 Laien die Steuerprogramme für Finanztest geprüft. Klarer Testsieger bei Fachleuten und Laien ist das Programm Steuer-Spar-Erklärung 2008 der Akademischen Arbeitsgemeinschaft, das sich das Qualitätsurteil „sehr gut“ sicherte. Es unterstützt den Nutzer mit plausiblen Hilfen und Anleitungen. Ein virtueller Prüfer sagt etwa, mit welchen Einträgen sich die Steuerzahlungen weiter senken lassen können. Das Programm kostet rund 35 Euro.

Viel Mühe, Schweiß und Fleiß

Im Spaziergang erledigt der Laie auch mit guter Steuersoftware seine Steuererklärung aber nicht. Nur Fleiß, Mühe und die Bereitschaft, sich in Steuerfragen zu vertiefen führen zum Erfolg. Kein Laientester hat den einfach konstruierten Steuerfall mit einem PC-Programm fehlerfrei gelöst. Den Steuerprofis gelang dagegen mit den meisten Programmen die optimale Steuererklärung für den einfachen Fall. Der zweite Testfall war deutlich kniffliger. Bei ihm kam keines der Programme zum richtigen Ergebnis: Von der Musterlösung wichen die Ergebnisse zwischen 10,60 Euro und 3 279,99 Euro ab. Entscheidender für die Tester waren aber Art und Anzahl der aufgetretenen Fehler. Die Hersteller bieten bereits Update-Versionen im Internet an. Auch die hat Finanztest überprüft. Leider haben es nicht alle Anbieter geschafft, die Fehler auszumerzen. In der Übersicht Fehlerbehebung per Updates stehen unter Alle Ergebnisse die aktuellen Prüfberichte.

Ehepartner mit Riester-Vertrag aufpassen

Fast alle Programme unterstützen inzwischen die Wahl der richtigen Veranlagungsart sehr gut. Ehepaare erkennen automatisch, ob die getrennte oder die gemeinsame Veranlagung günstiger ist und wie außergewöhnliche Belastungen optimal aufzuteilen sind. Das war früher nicht so. Aber auch auf typische Fehlerquellen sind die Tester gestoßen. So sollten etwa Ehepaare, die 2007 einen Riestervertrag abgeschlossen haben, prüfen, bei welchem Ehepartner die Zuordnung der gemeinsamen Kinder mehr Geld bringt und welchem Partner am besten Freibeträge für die Kinder übertragen werden. Das können viele Steuerprogramme nicht. Ausnahme ist die Software Steuerfuchs der Firma Hartwerk. Sie berechnet auf Knopfdruck die optimale Riester-Förderung. Auch für die Fahrtkostenabrechnung von Arbeitnehmern bei Einsatzwechseltätigkeit bieten nur wenige Programme eine Hilfe an. Leider zeigten etliche Softwarepakete in weiteren Punkten Ausfälle. Die häufigsten Pannen erklärt Finanztest unter Alle Ergebnisse. Stichwort: Darauf müssen Sie besonders achten.

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