PAK in Gummihammer von Obi Meldung

Erneut ist der Gummihammer von Obi auch im übertragenen Sinne einer. Wie schon bei der Untersuchung zu Schadstoffen in Heimwerkerprodukten war das von Firma Lux in Wermelskirchen angebotene Werkzeug erneut sehr stark mit Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet. Das test-Labor wies eine Konzentration von 965 Milligramm je Kilogramm Material nach. 49 Milligramm davon entfallen auf das besonders gefährliche Benzo[a]pyren. Viele PAK und vor allem Benzo[a]pyren sind krebserzeugend, fruchtschädigend, erbgutverändernd und beeinträchtigen die Fruchtbarkeit. Schon bei Berührung belasteten Materials kann Gift in den Organismus gelangen.

Alarmierender Befund

Nach PAK-Funden in zahlreichen Sonderangeboten von Discountern hatte Stiftung Warentest im Frühjahr 2006 systematisch Werkzeug aus Baumärkten überprüft. Das verheerende Ergebnis der Stichproben: Dreiviertel aller Produkte waren stark bis sehr stark mit PAK belastet. Konfrontiert mit den Ergebnissen versprachen manche Anbieter Besserung. Auch Firma Lux schrieb an Stiftung Warentest: Das Unternehmen habe veranlasst, Gummi-Mischungen mit einer geringeren PAK-Belastung zu entwickeln, hieß es darin.

Versprechen ohne Folgen

Ob Lux die Ankündigung umgesetzt hat, kann Stiftung Warentest nicht prüfen. Allerdings: Beim privaten Einkauf stieß ein test-Redakteur im heimischen Obi-Baumarkt weit über ein Jahr nach Veröffentlichung der alarmierenden Ergebnisse wiederum auf einen Lux-Gummihammer, der verdächtig nach den gefährlichen Chemikalien stank. Flugs kaufte er den Hammer und brachte ihn ins test-Labor. Ergebnis: Auch der neu erworbene Lux-Gummihammer war sehr stark mit PAK belastet und stellt damit ein vermeidbares Gesundheitsrisiko dar.

Besserung bei Discountern

Stiftung Warentest empfiehlt: Meiden Sie PAK-verdächtige Produkte. Ein Hinweis auf PAK ist ein penetranter, an verbranntes Gummi erinnernder Geruch. Besonders häufig kommt PAK nach den Untersuchungen der Stiftung Warentest in Billigprodukten vor. Allerdings: Bei Stichproben aus den einschlägigen Angeboten von Aldi & Co. fand sich nur selten noch PAK-belastete Ware. Aldi räumte auf Hinweise der Stiftung Warentest hin chargenweise Problemware aus den Regalen und startete Rückrufaktionen. Die Baumärkte hingegen reagierten auf die alarmierenden Untersuchungsergebnisse zurückhaltend. Lediglich Bauhaus und die Firma EK/servicegroup versprachen, in Zukunft unbelastete Ware anzubieten. Was an Ware noch auf Lager war, blieb jedoch im Angebot.

Krebsgefahr: Gift in Werkzeugen

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