Ostern Meldung

62 Prozent der Deutschen verschenken zu Ostern Süßig­keiten – meist ist es ein Schokohase. Die glänzend verpackten Häschen haben seit den 1950ern Tradition. Heute stammt die Schokolade immer häufiger aus nach­haltigem Anbau.

Schoko­laden-Hase schlägt Nikolaus

Ostern Meldung

So viele Schoko-Hasen und -Weihnachts­männer wurden 2016 laut dem Bundes­verband der deutschen Süßwaren­industrie hergestellt.

Wer hätte es gewusst? Keine Schokofigur wird in Deutsch­land öfter produziert als der Osterhase: 200 Millionen Stück waren es im Vorjahr. Das sind immerhin 41 Prozent mehr als Schoko­laden-Nikoläuse* – von diesen wurden nur 142 Millionen hergestellt. Etwas mehr als die Hälfte der Schoko-Hasen wird in Deutsch­land selbst vernascht, der Rest geht in den Export. Liebling bleibt der Hase aus Voll­milch, so der Bundes­verband der deutschen Süßwaren­industrie (BDSI). Exemplare aus Zartbitter- oder weißer Schokolade gehören auch zum Sortiment.

Keine einge­schmolzene Zweitware

Hartnä­ckig hält sich das Gerücht, bei den Hasen würde es sich um einge­schmolzene Weihnachts­männer handeln. Die Hersteller versichern: Die Hasen bestünden aus frisch hergestellter Schoko­laden­masse. Übrig gebliebene Schoko-Weihnachts­männer würden nach den Feier­tagen zu reduzierten Preisen angeboten oder an gemeinnützige Organisationen abge­geben.

Massen­produkt seit den 1950ern

Weshalb der Hase ein Symbol für Ostern wurde und wie die Ursprünge des Schoko-Osterhasen aussehen – darüber gibt es viele Theorien, aber kaum Belege. Erfunden wurde der Schokohase jedenfalls in Deutsch­land. Welcher Konditor der erste war – darüber gab es schon Streit, der vor Gericht landete (Lindt gegen Riegelein). Seit den 1950er Jahren lief der Schokohase in bunter Folie verpackt in Serie vom Band. Ermöglicht hatte das erst die Herstellung von Hohlfiguren, die seit Anfang des 20. Jahr­hunderts im industriellen Maßstab möglich wurde.

Nach­haltige Produkte im Kommen

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Das Logo von Utz steht für nach­haltigen Anbau der Kakao­schoten.

Heute ist es nicht mehr schwer, Schoko­laden­produkte aus nach­haltigem Anbau zu finden. Der Anteil am Gesamt­markt lag 2016 laut Süßwaren­verband bei 45 Prozent – 2011 waren es noch 3 Prozent. Bis 2025, so das Ziel des BDSI, sollen es 70 Prozent werden. Größter Zertifizierer welt­weit von nach­haltigem Kakao ist die nieder­ländische Label­organisation Utz. Auch die Siegel von Rainforest Alliance oder Fairtrade zieren Schoko­laden­produkte (Nachhaltigkeitssiegel: Können Verbraucher Fairtrade, Utz & Co vertrauen?). Sie alle sollen helfen, die schwankenden Einkommen der Kakao­bauern zu stabilisieren und ausbeuterische Kinder­arbeit zu ächten. Welche konkreten Produktions­bedingungen hinter einzelnen Produkten stehen, hat die Stiftung Warentest zuletzt unter anderem bei Nuss-Nougat-Creme recherchiert.

Tipp: Wie Sie Oster­eier selber färben können und woran Sie erkennen, woher die Eier kommen, erklären wir in unserem Oster-Special.

* Korrigiert am 13.4.2017.

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