Osteoporose Meldung

Vitamin D und Kalzium können Osteoporose verhindern.

Ursachen. Eine nicht ausreichende Versorgung mit Vitamin D führt zu Verlust an Knochenmasse und erhöht das Risiko von Knochenbrüchen. Der Körper kann Vitamin D3 mit der Nahrung aufnehmen oder bilden: durch tägliches Sonnenlicht auf Gesicht und Hände über 30 Minuten. Älteren und im Freien wenig aktiven Menschen wird empfohlen, Vitamin D zusätzlich zur Nahrung zuzuführen.

Studienbelege. Empfohlen werden mindestens 800 I.E. Vitamin D pro Tag. Vitamin-D-Dosen von weniger als 400 I.E. (Internationale Einheiten) pro Tag senken das Risiko für Knochenbrüche und Hüftfrakturen bei über 65-Jährigen dagegen nicht. Das erreichen erst höhere Dosen. Bei mindestens 800 I.E. Vitamin D pro Tag sinkt das Risiko für Knochenbrüche um etwa 20 Prozent durch die Vitamin-D-Einnahme und die entsprechend höheren Vitamin-D-Gehalte im Blut. Sicherheitsbe­denken wegen zu hoher Kalzium-Blutspiegel infolge der zusätzlichen Aufnahme von täglich 800 I.E. Vitamin D sind unbegründet. Zu diesem differenzierten Ergebnis kommt die systematische Auswertung von Studien mit zum Teil insgesamt mehr als 40 000 überwiegend weiblichen Teilnehmern. Laut einer anderen Studie soll Vitamin D auch die Muskelkraft stärken und Stürze vermeiden helfen.

Kombitherapie. Hat die kombinierte Einnahme von Kalzium und Vitamin D einen Zusatznutzen gegenüber der alleinigen Zufuhr von Kalzium oder Vitamin D? In einer australischen Metaanalyse war die kombinierte Einnahme von Kalzium und Vitamin D3 im Vergleich zu Kalzium allein etwas wirksamer. Die Kombination im Vergleich zu Vitamin D allein hatte keinen Zusatznutzen. Das wurde auch in einer aktuellen Metaanalyse bestätigt.

Nahrung. Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Der Organismus kann Kalzium besser aus der Nahrung aufnehmen als aus einer Tablette (siehe auch www.test.de, Stichwort Kalzium).

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