Viele Knochenbrüche wären vermeidbar, wenn Diagnose und Behandlung der Osteoporose rechtzeitig einsetzten. Doch nur jeder zweite schmerzende Wirbelbruch wird von Ärzten überhaupt erkannt.

Das zeigt die jüngste Studie der Weltgesundheitsorganisation. Dr. Harry K. Genant, Leiter der WHO-Arbeitsgruppe Osteoporose: "Noch immer werden auch von vielen Ärzten weltweit schmerzende Knochen und Frakturen als normales Altersproblem eingeschätzt und nicht als behandlungsbedürftige Erkrankung erkannt. Bis acht Millionen Bundesbürger sind betroffen."

Mit einer Behandlung sollte nicht erst begonnen werden, wenn bereits Knochenbrüche vorhanden sind. Denn mit jeder Wirbelfraktur steigt das Risiko für weitere Brüche stark an. Daher plädiert die Erste Vorsitzende vom Kuratorium Knochengesundheit, Dr. Jutta Semler, für eine Frühtherapie. Auch eine jüngere Frau sollte in der Postmenopause behandelt werden, wenn die Knochendichte bereits abgenommen hat und auch die Mutter eine Osteoporose hatte.

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Kuratorium Knochengesundheit e. V.
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