Orts­übliche Miete Wenn für Möbel ein Aufschlag verlangt wird

21.08.2018

Vermieter müssen bei der Ermitt­lung der orts­üblichen Miete einen Aufschlag einrechnen, wenn sie ihre möblierte oder teil­möbliert Wohnung Verwandten vergüns­tigt über­lassen, so der Bundes­finanzhof (Az. IX R 14/17).

Der Aufpreis muss sich aus dem örtlichen Mietspiegel oder den am Markt üblichen Zuschlägen ermitteln lassen. Vor Gericht zog ein Ehepaar, das seine Eigentums­wohnung mit Küche und Haus­halts­geräten ausstattete und sie anschließend vergüns­tigt an seinen Sohn vermietete. In seiner Steuererklärung machte das Paar die vollen Werbungs­kosten geltend. Je nachdem, wie viel billiger eine Immobilie vermietet wird, kann das Finanz­amt aber die Ausgaben kürzen. Als Vergleichs­maßstab dient die orts­übliche Miete.

21.08.2018
  • Mehr zum Thema

    Gemein­same Wohnung Vermietung an Lebens­partner zählt steuerlich nicht

    - Eine Vermietung der halben gemein­sam bewohnten Wohnung an den Lebens­partner ist kein steuerlich anerkanntes Miet­verhältnis. Das entschied das Finanzge­richt...

    Studenten­wohnungen Mieten stark gestiegen

    - Auch für Studenten wird Wohnen immer teurer. Wie viel sie ausgeben müssen, hängt in erster Linie davon ab, wo sie studieren. In München zahlen Studenten inklusive...

    Bildungs­kosten und Steuern Stipendium darf nur zum Teil den Abzug kürzen

    - Wer eine Erst­ausbildung abge­schlossen hat und später studiert, kann die Studien­kosten als Werbungs­kosten absetzen. Erhält derjenige ein Stipendium, kann das...