Vermieter müssen bei der Ermitt­lung der orts­üblichen Miete einen Aufschlag einrechnen, wenn sie ihre möblierte oder teil­möbliert Wohnung Verwandten vergüns­tigt über­lassen, so der Bundes­finanzhof (Az. IX R 14/17).

Der Aufpreis muss sich aus dem örtlichen Mietspiegel oder den am Markt üblichen Zuschlägen ermitteln lassen. Vor Gericht zog ein Ehepaar, das seine Eigentums­wohnung mit Küche und Haus­halts­geräten ausstattete und sie anschließend vergüns­tigt an seinen Sohn vermietete. In seiner Steuererklärung machte das Paar die vollen Werbungs­kosten geltend. Je nachdem, wie viel billiger eine Immobilie vermietet wird, kann das Finanz­amt aber die Ausgaben kürzen. Als Vergleichs­maßstab dient die orts­übliche Miete.

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