Ortsnetz im Telefonnavigator Meldung

Am 25. April fiel das Monopol der Telekom für Ortsgespräche. Mit dem von Ferngesprächen bekannten Verfahren Call-by-Call telefoniert man nun auch im Ortsnetz billiger. Abgerechnet wird über die Telefonrechnung, Anmeldung oder gar ein Wechsel der Telefongesellschaft sind nicht erforderlich. Gespart wird bei kurzen Gesprächen und bei Telefonaten tagsüber in der Woche. Sie kosten rund ein bis knapp zwei, statt etwa zweieinhalb bis fast fünf Cent je Minute. Die neuen Preise im Telefonnavigator sind jedoch mit Vorsicht zu genießen: Sie wechseln fast täglich. Außerdem erwarten wir die schon sattsam bekannten Tiefschläge: Beispielsweise ein Verbindungsentgelt von ein paar Cent pro Gespräch oder eine Mindestge­sprächsdauer von mehreren Minuten. Das kann teuer werden.

Nach einem nur wenige Tage währenden Kampf um den werbewirksamsten Tiefstpreis ziehen die Kosten für Ortsgespräche bereits wieder an. Wen wundert's, Tarife mit Minutenpreisen um ein Cent sind ein Verlustgeschäft. Als Faustregel gilt: Bei langen Gesprächen sind die Telekom-Konkurrenten nur wenig günstiger, und bei Telefonaten in die Nahzone bis etwa 20 Kilometer oft sogar teurer. Bei ihnen gilt oft schon der Ferntarif, wenn die Telekom noch Ortstarif berechnet. Eine bundesweit erreichbare Ausnahme gibt es: Arcor (Netzkennzahl 01070).

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