Sich Gedanken über gesundes Essen zu machen ist gut. Aber man kann des Guten auch zu viel tun. Wer sich bei jedem Bissen fragt, wie viel Vitamin B, Zink oder auch Kalzium er seinem Körper zuführt, wer Familienangehörige und Freunde missionarisch zu bestimmten Kostformen bekehrt und Essen nur noch unter Gesundheitsaspekten sieht, ist möglicherweise auf dem besten Weg, eine Orthorexia nervosa zu entwickeln. Bei dieser neu entdeckten Form der Essstörung ist die Fixierung auf vermeintlich gesunde Nahrungsmittel so stark, dass sie zur Krankheit wird. Am Beginn steht zumeist die Beschäftigung mit richtiger Ernährung im Rahmen einer Diät. In einem späteren Stadium kann Orthorexie dann wie Magersucht (Anorexia nervosa) oder Bulimie lebensbedrohlich sein. Betroffen sind vor allem junge Frauen.

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