Oregano und Majoran im Test

Üble Mitgift aus wilden Kräutern

23.09.2020
Oregano und Majoran im Test - 34 Küchenkräuter im Schad­stoff­check
Versteckt. Auf dem Feld lassen sich Gift­kräuter wie Sonnenwende-Arten nicht sofort von Oregano und Majoran unterscheiden. © imago / mauritius images, Flora Press / A. F. Endress (M)

Mitgeerntete Wild­kräuter wie die Sonnenwende verunreinigen Oregano und Majoran – sie sind schädlich für die Gesundheit.

Oregano und Majoran im Test Testergebnisse für 34 Ore­gano und Majoran 10/2020

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Wo Küchenkräuter oder Teepflanzen wachsen, kann auch anderes Kraut wuchern, etwa Sonnenwendarten. Sie enthalten giftige Stoffe wie Pyrrolizidinalkaloide, kurz PA genannt.

Schleichendes Gift. Akute Vergiftungen durch hohe PA-Gehalte sind selten. Doch ständiger Verzehr extrem belasteter Produkte kann zu schweren Leberschäden führen. Im Tier­versuch wirkten PA krebs­er­regend und erbgutschädigend. Derzeit gelten keine gesetzlichen Grenz­werte für PA in Lebens­mitteln. Die Europäische Kommis­sion plant aber für getrock­neten Oregano und Majoran einen Höchst­gehalt von 1000 Mikrogramm pro Kilogramm. Er soll ab Juli 2022 gelten.

Auch in Tee oder Honig zu finden. Völlig unbe­denk­lich ist der Verzehr von PA auch in geringen Mengen nicht. Das Bundes­institut für Risiko­bewertung rät: Ein 60 Kilogramm schwerer Erwachsener sollte am Tag nicht mehr als 1,4 Mikrogramm PA zu sich nehmen. Nur 0,1 Gramm des am höchsten belasteten Oregano reichen aus, um diese Menge zu erreichen. Kommen weitere PA dazu – etwa aus Kräutertee oder Honig –, steigt das Risiko umso mehr.

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23.09.2020
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