Bis zum 31. Juli 2000 können Spekulanten an der Deutschen Börse ohne Gebühren mit Optionsscheinen handeln. Die Geschäfte werden im vollelektronischen Handel Xetra Warrants abgewickelt. Mit diesem Lockmittel wollen sich die Frankfurter mehr von dem Umsatz auf dem wachsenden Optionsscheinmarkt (1999: rund 95 Milliarden Mark) sichern.

Mit Optionsscheinen erwerben Anleger das Recht, zu einem bestimmten Termin eine festgelegte Anzahl von Aktien oder anderen Wertpapieren zu einem definierten Preis kaufen oder verkaufen zu können. Immer mehr private Anleger drängen, vor allem auch wegen der stark schwankenden Kurse an den Aktienmärkten, in den Handel mit den spekulativen Wettscheinen. Sie können bei Kursausschlägen damit überproportionale Gewinne machen oder auch ihren gesamten Einsatz verlieren.

Noch ist es der Börse in Frankfurt aber nicht gelungen, den wichtigsten Emittenten von Optionsscheinen, die Citibank, für das neue Xetra-Segment zu gewinnen. Die Citibank hat einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Der Bank sind die Bedingungen für private Anleger, die rund vier Fünftel der Optionsschein-Orders abgeben, nicht transparent und kundenfreundlich genug.

Die Citibank arbeitet mit European Warrant Exchange (Euwax) in Stuttgart zusammen. Über dieses maklergestützte System werden bisher rund 60 Prozent des Handels mit den hochspekulativen Papieren abgewickelt.

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