Mit einem üblen Trick haben die Verantwortlichen der Star Trade International Corporation mit Sitz auf den Bahamas Hunderte von deutschen Anlegern hereingelegt. Diese verloren Millionen Mark bei Börsentermingeschäften.

Zunächst versprachen die Verkäufer der Firma Star Trade ihren Opfern telefonisch sichere, hohe Gewinne mit Termingeschäften. Letzte Zweifel an der Seriosität ihrer Angebote räumten sie aus, indem sie den Anlegern erklärten, dass die Geschäfte über einen deutschen Treuhänder, die Optio Steuerberatungsgesellschaft in Gera, abgewickelt würden. Anleger sollten ihr Geld auf das Konto der Optio bei der Stadtsparkasse Gera einzahlen. Jetzt steht die Optio im Verdacht, bei den betrügerischen Geschäften der Star Trade kräftig mitgemischt zu haben. Das bestreitet Optio-Geschäftsführer Peter Raber. Raber sagt, er habe lediglich nach einem Telefonat mit Star Trade die Treuhandschaft für die Geschäfte übernommen.

Mit was für einem Unternehmen er es zu tun hatte, prüfte er aber nicht. Offenbar reichte ihm die lukrative Bezahlung. Die Münchener Kanzlei Marzillier und Meier hat Raber im Auftrag von zwölf Geschädigten auf Schadenersatz verklagt.

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