Finanztest warnt erneut vor einer Beteiligung an der Optimal-Unternehmensgruppe von Firmenchef Dieter Aengenheister. Das Optimal-Unternehmenskonzept ähnelt dem der früheren Ango-Firmen, die Pleite gingen. Aengenheister muss sich dafür noch wegen des Vorwurfs des Betrugs in 2.031 Fällen vor Gericht verantworten.

Wie berichtet, wirbt Aengenheister jetzt für stille Beteiligungen an der Optimal-Firmengruppe in Bad Iburg und stellt Anlegern eine nach Auffassung von Finanztest völlig unrealistische Rendite von 14,3 Prozent pro Jahr in Aussicht. Mit dem Anlegergeld will Aengenheister wie schon mit Ango ein bundesweites Netz von Partnerfirmen aufbauen, bei denen Anleger verbilligt einkaufen können sollen. Das soll den Partnern von Optimal mehr Umsatz und Ertrag bringen. Einen Teil dieses Mehrertrags sollen die Partner dann als Provision an die Optimal zahlen. Optimal wiederum will einen Großteil dieser Provisionen an die Mitglieder der Käuferorganisation ausschütten.

Bei Ango hatte der bundesweite Aufbau eines Vertriebsnetzes nicht geklappt. Zudem stufte das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) die stillen Beteiligungsverträge 1998 als unerlaubte Bankgeschäfte ein und verfügte die sofortige Rückabwicklung der Verträge. Dieser Bescheid des BAKred habe die Ango-Firmen in den Konkurs getrieben und Verluste bei mindestens 1.400 Anlegern verursacht, behauptete Aengenheister. Seine Beschwerde gegen die Verfügung des Bundesaufsichtsamts blieb jedoch beim Verwaltungsgericht (Az. VG 25 A 71.98) und Oberverwaltungsgericht Berlin erfolglos (Az. OVG 1 SN 128.98).

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