Das Landgericht Osnabrück hat dem Chef der Opitmal-Gruppe, Dieter Aengenheister, seine Werbung für eine Beteiligung an einer Käuferorganisation untersagt. Die Ankündigung eines Ertrags bis zu 14,3 Prozent bei nur geringem Risiko für eine stille Beteiligung an der Optimal GmbH & Co. KG sei irreführend, urteilten die Richter (Az. 14 O 12/01, nicht rechtskräftig).

Zur Begründung erklärte das Gericht, dass aufgrund des mit Kommagenauigkeit bezifferten Ertrags von 14,3 Prozent sowie der Hervorhebung durch Großdruck beim Leser die konkrete Vorstellung erweckt werde, die Rendite sei realistisch und tatsächlich erzielbar. Im übrigen habe Aengenheister nicht nachweisen können, warum das von ihm vorgelegte Konzept Erfolg haben sollte. Ein Vergleich mit dem funktionierenden System BSW-Verbraucherservice in Bayreuth, einer Käuferorganisation für Beamten, überzeugte das Gericht nicht. Aengenheister sei schließlich schon einmal mit einem ähnlichen Konzept im Rahmen des Ango-Firmenverbundes gescheitert, wie die Eröffnung des Konkursverfahrens belege, heißt es im Urteil.

Wie berichtet, gingen die Ango-Firmen Pleite. Aengenheister muss sich deswegen demnächst wegen Betrugs in 2.031 Fällen vor Gericht verantworten.

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