Kleine Hilfe: Die Gläser wählen

Glas oder Kunststoff? Das ist die Frage beim Brillenkauf. Glas ist dünner und viel kratz­fester. Dafür wiegt Kunststoff weniger. Und er zerbricht nicht so leicht, empfiehlt sich also etwa für Kinder- und Sport­brillen.

Dünn oder dick? Hoch­brechende Brillengläser sind besonders dünn. Das macht sie vor allem für stark Fehlsichtige interes­sant, die sehr dicke Stan­dard­gläser brauchen. Aber hoch­brechende Gläser kosten mehr, vor allem aus Kunststoff. Die Dicke lässt sich auch durch kleine Fassungen verringern. Bei Nah- und Gleitsicht­brillen kann sich die Frage nach „Mitten­dickenreduzierung“ oder „asphärischen Gläsern“ lohnen.

Härten oder nicht? Da sie leicht zerkratzen, bekommen Kunst­stoff­gläser meist einen härtenden Über­zug. Er kann aus mehreren Schichten bestehen, was sich in der Regel auf den Preis auswirkt. Brillengläser aus Glas brauchen keine Härtung.

Entspiegeln oder nicht? Brillengläser werfen einen Teil des Lichts zurück. Störende Reflexe entstehen, der Kontrast sinkt. Dagegen hilft die Entspiegelung, ein ein- oder mehr­schichtiger Über­zug auf dem Glas oder Kunststoff. Es gibt Stufen (einfach, mittel, super) mit steigendem Preis und Effekt. Mustergläser helfen bei der Auswahl. Die mitt­lere Stufe ist oft ein guter Kompromiss.

Schmutz­abweisend oder nicht? Auf die Entspiegelung kommt oft eine Schicht, die Schmutz abweist. Denn dieser fällt umso mehr auf, je effektiver die Entspiegelung ist.

Tönen oder nicht? Eine leichte Tönung erfolgt meist aus ästhetischen Gründen. Sonst ist sie unnötig und raubt den Augen Licht. Sinn­voll: eine kräftig getönte Sonnenbrille mit Sehkorrektur und UV-Schutz als Zweitbrille. Oder vielleicht fototrope Gläser. Ihr Tönungs­grad passt sich der Helligkeit auto­matisch an.

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